Halteverbote in der Hauptstraße

„Runder Tisch“ löst Neubibergs Verkehrsproblem

Zwei neue, dauerhafte Halteverbote wird es in der östlichen Hauptstraße in Neubiberg geben. Zu diesem Ergebnis sind die zwölf Anwesenden beim „Runden Tisch östliche Hauptstraße“ im Haus für Weiterbildung gekommen. Versuchsweise hatte die Gemeinde Neubiberg einen Monat lang drei Halteverbotsschilder in der östlichen Hauptstraße aufgestellt und die Anwohner gebeten, die neue Situation zu beobachten. Weil auf beiden Seiten der Straße Autos parken konnten, kam es besonders zu den Hauptverkehrszeiten zu großen Behinderungen. Busfahrer mussten öfters auf den Gehweg ausweichen und waren häufig nicht mehr in der Lage, den Anschluss an den S-Bahn-Fahrplan einzuhalten. Fünf betroffene Anwohner sowie ehemalige Gemeinderatsmitglieder kamen zum „Runden Tisch“ mit Neubibergs Erstem Bürgermeister Günter Heyland. Auch das betroffene Busunternehmen Ettenhuber kam zu Wort. Prinzipiell habe man gute Erfahrungen mit den probeweise aufgestellten Halteverboten gemacht, schilderte das Busunternehmen. Es erhöhe die Pünktlichkeit der Busse und verringere gleichzeitig die Unfallgefahr. Das Busunternehmen bat daher in seinem Schreiben an Günter Heyland, die Schilder dauerhaft anzubringen. Sicherheitsrisiko Die betroffenen Anwohner hatten allerdings auch Bedenken. Durchaus sei der Verkehrsfluss besser geworden, erklärte einer der betroffenen Anwohner. Allerdings fahren die Autos jetzt häufig zu schnell durch die Hauptstraße. Speziell an der Ecke Wotanstraße und Hauptstraße rennen Schulkinder ohne auf den Straßenverkehr zu achten über die Straße, um den herannahenden Bus zu erreichen. Die Anwohner sind besorgt, dass das Unfallrisiko steigt, wenn die Autofahrer dort freie Fahrt hätten. Aus diesem Grund wird es gegenüber der Bushaltestelle kein Halteverbot geben. Die Sicherheit für die Kinder geht vor, so die Übereinkunft aller Anwesenden. Anders verhält es sich mit den Schildern weiter östlich an den Kreuzungen zur Rheingoldstraße und Albrecht-Dürer-Straße. Wegen der vielen parkenden Autos können dort die Autofahrer, die in die Hauptstraße einfahren möchten, den Verkehr nur schlecht überblicken. Das Halteverbot verbesserte diese Situation, so die Anwohner. Schraffierte Flächen an den gegenüberliegenden Kreuzungsecken sollen die Situation zusätzlich optimieren. „Die Schilder können wir relativ schnell wieder aufstellen. Die Straßenmarkierungen setzen wir dann bei wärmeren Temperaturen um“, so Neubibergs Erster Bürgermeister. Wenn zukünftig die Kreuzungen nicht mehr zugeparkt sind, können auch die großen Feuerwehrfahrzeuge bei einem Brandfall ungehindert zu den Alten- und Pflegeheimen in der Albrecht-Dürer-Straße vorrücken.

Meistgelesen

Sanierung der Mehrzweckhalle in Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Landkreis München
Sanierung der Mehrzweckhalle in Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Sanierung der Mehrzweckhalle in Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Kommentare