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„Zeitreise München“

Der Kameramann, Regisseur und Dokumentarfilmer Klaus Bichlmeier hat mit den Arbeiten für seinen München-Film „Zeitreise“ begonnen. HALLO begleitet ihn beim Beginn der Dreharbeiten in Unterhaching. Foto: privat

„Film ab, Spot an, Kamera läuft, Klappe 1 – R U H E !!!“ – So und so ähnlich hören sich die „Befehle“ von Kameramann und Filmregisseur Klaus Bichlmeier aus Ottobrunn an, die er in diesen Wochen und Monaten in sein Mikrophon spricht, während seine neueste selbstentwickelte fahrbare Kamera damit beginnt, die ersten Bilder seines neuen Dokumentarfilms „Zeitreise München“ einzufangen. HALLO war, wie seinen Leser/innen während der Filmvorführung von „Wie die Zeit vergeht“ im Frühjahr 2010 versprochen, dabei – vom ersten Dreh an.

Dieser erste Dreh fand am Vormittag des 9. Oktober im Unterhachinger Heimatmuseum statt. Direkt am dort befindlichen Modell eines „Bajuwarischen Dorfs“ von etwa anno 800 nach Christus am Hachinger Bach, der eine der „Hauptfiguren“ des neuen Bichlmeier-Streifens ist. Mit von der „Bach-Partie“ waren Bach-Modellbauer, Historiker und Heimatmuseum-Vizechef Paul Hirschauer aus Neubiberg und die Unterhachinger Gemeinderätin, Heimatforscherin und Autorin von bisher vier in Unterhaching spielenden und dort ziemlich gefürchteten Kriminalromanen, Gertraud Schubert, deren neuestes Buch, an dem sie gerade schreibt, den ziemlich beziehungsvollen Titel „Glatteis am Bach“ trägt. Vom tiefsten Mittelalter … Als ein ganz besonderer Ort erwies sich dabei der Markt „Munichen“, abgeleitet von den „Mönchen“ des nahen Klosters Schäftlarn, heute mit Symbolcharakter in der Figur des „Münchner Kindls“ noch vorhanden. Der Welfe Heinrich der Löwe wies den bis dato herrschenden Bischof von Freising im Juni 1158 in seine Schranken und machte „Munichen“ zur großen und kapitalbringenden Handelsstation an der Salzstraße zwischen Salz- und Augsburg. HALLO will an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten, sondern nur ein bisschen neugierig machen! Dazu gehören allerdings einige Fakten. Der Film beschäftigt sich demnach in voller und farbiger Breitseite mit allen wichtigen Ereignissen und Geschehnissen vom späten 12. Jahrhundert bis zum Jahre 2010. Zu den filmischen Höhepunkten gehören dabei auch historische Events wie z.B. die wichtigen Bauten der drei schützenden Mauerringe um die „ältere innere“ und die „jüngere äußere“ Stadt, die Karriere zur „Reichshauptstadt“ unter Kaiser Ludwig dem Bayern, die Findung der künftigen Stadtfarben Schwarz-Gelb und vieles andere Wichtige mehr. Das Konzept des Films hat jedoch in erster Linie einen gewissen Unterhaltungswert, um „die ganze Familie“, Jung wie Alt, für die Historie Münchens zu interessieren. Kein typischer Lehrfilm also, sondern vielmehr filmisches Geschehen verpackt in einen lebendig-dokumentarischen Rahmen. So geht es in der „Zeitreise“ nicht nur um heile Welt und schöne Zeit, sondern auch um zerstörerische und schwere Epochen. Den einstigen „Marktflecken Munichen“ beutelte u.a. der „Dreißigjährige Krieg“, die „Sendlinger Mordweihnacht“ mit dem berühmten „Schmied von Kochel“, später der Erste und noch später der Zweite Weltkrieg – mal hier im großen Zeitraffer gesehen. …bis zur Gegenwart Darüber hinaus erzählen Zeitzeugen aus der letzten Nachkriegszeit, wie es war mit beispielsweise: „Trümmerfrauen, Schuttaufräumen, Ramadama“, ��Hamsterfahrten auf übervollen Zügen zur Nahrungsbeschaffung“, „Wirtschaftswunderland“ unter Ludwig Erhardt und „Jugend-Rebellion“ gegen „Marschmusik und Schlagerschnulze“ in aktueller Zuwendung zum „Rock’n’Roll“, der aus Amerika herüberschwappte, ganz besonders nach „München“, mit Musikidolen wie Bill Haley und Elvis Presley. Filmemacher Klaus Bichlmeier zeigt seine „Zeitreise München“ jedoch nicht nur in „alten Bildern“, mit guten Texten und passender Musik unterlegt, sondern auch in einer spannenden Reihe von Interviews mit heutigen Promis aller Lebenssparten und vor allem mit Zeitzeugen vieler Ereignisse, mit deren Aussagen er „dem Volke“, wie er das in allen seinen vielfach prämierten Filmen liebt und gekonnt hinkriegt, „aufs Maul schaut“. Bewegte Kamera Die eigentliche „Hauptrolle“ spielt in diesem Film neben Bichlmeiers „Schwebender Kamera“ auf ihrem Leichtkran, wie sie heutzutage schon in vielen internationalen Filmproduktionen zu finden ist, die anfangs erwähnte gerade neu gebaute stativ- und schwenklose Kleinkamera, die auf einer Art „Rennwagen“ hockt und munter durch die Gegend fährt, mal schnell, mal langsam, wie der „Chef“ es per Knopfdruck haben will. „Es ist, als ob man selbst mitten im Bild dabei ist“, fanden Bichlmeiers erste drei begeisterte Zuschauer denn auch, als sie die Hachinger-Bach-Gegend im Modell in verschiedenen Hintergrundgeschwindigkeiten an sich vorbeiziehen sahen. Dazu erklärte der Filmmann der HALLO-Reporterin folgendes: „Das lebendigste Gestaltungsmittel in der Filmproduktion ist die bewegte Kamera. Auf einem Stativ gelingen mir nur stehende Einstellungen. Wenn ich aber den Zuschauer in das Geschehen miteinbeziehen will, muss ich ihm das Gefühl geben, er bewege sich selbst in der Filmszenerie. Und somit erlebt er das Geschehen auf der Leinwand, als würde er fast selbst mitagieren.“ Filmtechnik-Tüftler Klaus Bichlmeier, Inhaber der in Ottobrunn ansässigen Firma „ABA-Filmtechnik“, schmunzelt, während er seine neueste Kamera auf zwei gelben Drehbeinen und einem Schienenpaar als „Gleis“ für seine „Bichl-Bockerlbahn“ neben dem Bach-Modell einherfahren lässt, so dass kleine Menschen und noch winzigere Tiere sich tatsächlich zu bewegen schienen und der „Hachinger Bach“ aus Pappmaché sogar „richtig fließt“. Eine tolle neue Erfindung, die in internationalen Filmkreisen sicherlich wieder einmal „Schule“ machen wird – Hollywood möglicherweise eingeschlossen ... Zu besichtigen ist die „Zeitreise München“ übrigens im November 2011 im Münchner „Gasteig“. Aber vorher gibt es noch eine Menge Filmarbeit für den Kameramann. Denn er muss nicht nur seinen „Schwebenden Kamerakran“ dirigieren, sondern diesmal auch seine neue „Fahrbare Kamera“ durchs Filmgeschehen steuern. Solange, bis die letzte Klappe gefallen ist. Ingeborg

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