Wo an den richtigen Schrauben gedreht wird

Zehn Jahre Radsportverein Hachinger Tal

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Joachim Newman war der Konkurrenz in seiner Mountainbike-Klasse beim IsarCup meist mehr als eine Nasenlänge voraus. Der Neunjährige vom RSV Hachinger Tal gewann die Rennserie 2017 in der „U9“.

Kuppen, schwierige Geländeübergänge, huppelige Wiesenfahrten sowie abschüssiges Gelände konnten dem jungen Radvirtuosen nichts anhaben. Sein Erfolg beim mehrteiligen Circuit von Eintagesrennen in Kiefersfelden, Penzberg, Lenggries, im Unterhachinger Ortspark sowie in Benediktbeuern und zum Abschluss in München passt bestens ins Bild eines jungen Vereins, der heuer sein zehntes Wiegenfest feiert. „Toller Erfolg“, attestierte der neue Vereinsvorsitzende Thomas Vieweg dem jungen Rennfahrer. „Es geht uns vorrangig gar nicht ums Gewinnen, sondern um das Miteinander und Füreinander in einem breitensportlich ausgerichteten Verein“, ergänzt Vorstandskollege Florian Leitenstorfer. „Auch Joachim gewinnt nicht jedes Rennen, das ist auch nicht entscheidend.“ Beim RSV fängt das Zeitgemäße schon mit den Teamnamen an. „Wir leben gepflegten Radsport und haben wohlklingende Namen einer großen Radnation ausgewählt“, schmunzelt der Vorstand. Beim RSV treten die jungen Mitglieder in der „Gruppo Futuro“, die Intensiv-Radsportler in der „Gruppo Uno“ und die entspannten, aber keineswegs langsamen Ambitions-Radrenner in der „Gruppo Generale“ kräftig in die Pedalen. Der spannende Mix aus Rennen, umfangreichen Trainingseinheiten, Radausflügen und -urlauben kommt an. „Wir haben unsere Mitgliederzahlen sukzessive auf derzeit 135 steigern können“, zeigt sich Vieweg stolz auf seine traditionell in schwarz-weiß-gelbe Jerseys gehüllten Renner.

Ambitioniert und ehrgeizig ist man auch im Breitensport. „8000 Kilometer im Jahr sitzen wir schon im Sattel“, betonen die Mitt-Vierziger aus dem Vorstand. Etwa zehn lizensierte Rennfahrer zwischen 17 und gut 50 Jahren umfasst ihre „Gruppo Uno“, die bei Kriterien, Zeitfahren, Eintages- oder Mehretappenrennen durch die Alpen an den Start gehen.

Immens war heuer das Pensum von Joachim Heinz (47), der sich bei Bergrennen in Südtirol binnen weniger Tage über fünf Pässe mühte. Oder Alex Biewald: Er fungiert nicht nur als Trainer der „Gruppo Uno“. Bei Cross-Rennen und Einzelzeitfahren strampelt der 27-Jährige in der erweiterten Spitze der bayerischen Eliteklasse. 2017 schaffte Biewald den vierten Platz beim sehr stark besetzten Einzelzeitfahren entlang des Vilstals in Loizenkirchen. Dass zum Rennradsport auf Mountainbike und Straßenmaschine nicht nur Training und Wettkampf gehört, lernt der Nachwuchs beim RSV von der Pike. „Bei uns ist vor jedem Training erst der Materialcheck angesagt“, betont Vieweg. „Jede Gruppe bei uns hat mindestens immer einen lizensierten Trainer und diverse Betreuer am Start – bei den Kleinen sind auch viele Eltern begeistert dabei“, betont Leitenstorfer. Auch Joachim Newman und seine Mitstreiter aus der „Gruppo Futuro“ müssen erst schrauben, ehe sie der Konkurrenz um die Ohren fahren. 

Harald Hettich

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