„Ich sehe mich durchaus als Favorit“

Unterhachings Bürgermeister Wolfgang Panzer tritt zur Stichwahl an 

Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD, Foto) tritt gegen Armin Konetschny (Grüne) zur Stichwahl an.
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Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD, Foto) tritt gegen Armin Konetschny (Grüne) zur Stichwahl an.

Unterhachings amtierender Bürgermeister Wolfgang Panzer will seinen Platz im Rathaus gegen Grünen-Kandidat Armin Konetschny verteidigen. Im HALLO-Interview spricht Panzer über den Ausgang der Wahl und welche weiteren Pläne er für die Gemeinde hat.

HALLO: Sind Sie zufrieden mit dem Wahlergebnis? Haben Sie mit dem Ausgang gerechnet? 

Wolfgang Panzer: Als amtierender Bürgermeister kann ich sicher nicht zufrieden sein, wenn ich in die Stichwahl muss. Wenn man jedoch die derzeitige politische Stimmung betrachtet, war durchaus damit zu rechnen. Der sehr große Zuspruch vieler Bürger in den vergangenen Tagen stimmt mich jedoch sehr positiv.

Der Abstand zu Armin Konetschny ist mit 20 Prozent relativ groß. Wie schätzen Sie Ihre Chancen für die Stichwahl ein? 

Ich danke zunächst allen 5089 Wählern, die mir in der ersten Abstimmung ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Ich sehe mich mit diesem Ergebnis im ersten Wahlgang durchaus als Favorit.

Bei welcher Wählergruppe möchten Sie jetzt noch punkten? Welche Stimmen werden entscheidend sein? 

Die Aufgabenfülle in einer Gemeinde ist sehr vielfältig, das trifft auch auf die Altersgruppen zu. Ich bin Bürgermeister für alle Bürger von Unterhaching, daher sehe ich es als meine Aufgabe, bei allen Wählergruppen zu punkten.

Wie wird der Wahlkampf – in Zeiten von Corona – die nächsten zwei Wochen ablaufen? 

Als Chef des Krisenstabes der Gemeinde Unterhaching ist es für mich tatsächlich sehr schwierig, wirklich Wahlkampf zu betreiben. Die staatlich verordneten Einschränkungen in den sozialen Kontakten führen dazu, mit Plakaten auf die Stichwahl hinzuweisen und die Möglichkeiten der sozialen Medien zu nutzen. Hierbei unterstützt mich mein Team der SPD Unterhaching sehr tatkräftig. Die Anzeigen für die Zeitungen sind bereits in Auftrag gegeben. Ich kann nun als Bürgermeister zeigen, dass ich nicht nur das Tagesgeschäft beherrsche, sondern auch mit der bestehenden Krise umgehen kann.

Ihre Fraktion liegt mit sieben Sitzen um einen hinter den Grünen. Sehen Sie Ihre Beliebtheit in Gefahr? Wie erklären Sie sich den Erfolg der Grünen? 

Die Grünen punkten derzeit landes- und bundesweit, somit überrascht mich das nicht. In den vergangenen Jahren konnte ich den Gemeinderat parteiübergreifend soweit zusammenführen, dass Unterhaching nicht nur lebens- und liebenswert, sondern auch finanziell gut aufgestellt ist.

Und wie wollen Sie Ihre Beliebtheit in Zukunft steigern? 

Ich kann mein breites Erfahrungswissen einbringen und so auch beweisen, dass ich die Ziele, die ich in meinem Haus Unterhaching formuliert habe, umsetzen kann. Ich sehe es als große Aufgabe, nach der Corona-Krise das öffentliche Leben wieder aufzubauen. Denn gerade an den beiden Enden der Alterspyramide, bei unseren Kindern und Senioren, wird diese Krise Spuren hinterlassen, die neue Herausforderungen mit sich bringen. Natürlich werden dann auch wieder die Alltagsthemen, wie Ortsentwicklung, erneuerbare Energien oder auch die Mobilität der Menschen zu meinen Aufgaben zählen. 

Interview: Iris Janda / Melanie Schröpfer

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