Hundemeile: Da geht noch mehr!

Unterhachinger Hundebesitzer stellen Antrag für Bürgerversammlung

Die Hundebadestelle in Unterhaching ist eine Freude für Hund und Herrchen.
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Für die Hundemeile wünschen sich die Bürger unter anderem mehr Sitzgelegenheiten.

Mit einem Antrag für die Bürgerversammlung am kommenden Mittwoch fordern Unterhachinger Hundebesitzer unter anderem Sitzmöglichkeiten und eine größere Freilauffläche.

Eine Hundebadestelle im Hachinger Bach und einen zehn Meter breiten Freilaufbereich entlang der Hundemeile soll es künftig geben – darauf einige sich bereits der Gemeinderat in Unterhaching (HALLO berichtete). Doch den Hundebesitzern geht das nicht weit genug. In einem Antrag, den sie für die Bürgerversammlung am 28. Oktober eingereicht haben, stellen sie weitere Forderungen für einen hundefreundlicheren Landschaftspark.

Zum einen wünschen sich die Antragsstellerinnen Alexandra Kick und Esther Kamin Orte zum Verweilen wie Sitzbänke und einen Pavillon. Dies sei schließlich an allen anderen öffentlichen Bereichen in der Gemeinde wie im Ortspark oder im Scheilweg bereits umgesetzt worden. Schließlich sei für die Besitzer der Landschaftspark der einzige Bereich in Unterhaching, an dem die Vierbeiner ohne Leine laufen gelassen werden können.

Auch im Sinne der artgerechten Haltung sehen die Antragsstellerinnen Handlungsbedarf. Artgerecht bedeute, „dass der Hund seinen natürlichen Spieltrieb ausleben/sich mit Artgenossen treffen kann und so ein ausgeglichenes Wesen entwickelt“. Dies sei nur mit genügend Freilauffläche möglich. Die bislang bewilligten zehn Meter Fläche empfinden die Hundebesitzer auch noch aus einem anderen Grund kritisch: So könnten sich größere Hundegruppen nicht ausweichen, wenn sie auf der Meile aufeinander treffen.

„Einem Hund ist es schwer vermittelbar, dass er nur zehn Meter (vom Zaun der Bundeswehr gerechnet an) frei laufen darf. Von diesen zehn Metern sind alleine schon zwei Meter Schotterweg“, heißt es im Antrag.

Der Bereich zwischen Zaun und Schotterweg sei außerdem im Sommer für die Hunde oft nicht begehbar, da der Grünbewuchs zu hoch ist. Deshalb fordern die Antragssteller eine gekennzeichnete Freifläche mit 30 Meter Breite. Der Bereich werde ohnehin genutzt, etwa von Kitern oder zum Drachen steigen. Das war allerdings schon Teil des bereits im Gremium behandelten CSU-Antrags und wurde von der Unteren Naturschutzbehörde mit Verweis auf die Wiesen als geschütztes Biotop abgelehnt.

Die Hundebesitzer fühlen sich benachteiligt: „Für alle Bürgerinnen und Bürger wurde ein Ort der Erholung geschaffen, der zum Verweilen einlädt. Lediglich die Hundebesitzer finden im Sommer kein schattiges Plätzchen oder eine Sitzgelegenheit auf der Hundemeile“.

In diesem Zusammenhang solle auch an ältere Menschen gedacht werden, die gerne mit ihrem Vierbeiner die Hundemeile zur Pflege ihrer Sozialkontakte nutzen würden, jedoch aufgrund mangelnder „Ausruhmöglichkeiten“ dies nur eingeschränkt könnten.

ija

Die Bürgerversammlung in Unterhaching sollte am Mittwoch, 28. Oktober, stattfinden. Nach Redaktionsschluss wurde sie jedoch wegen der aktuellen Corona-Situation kurzfristig abgesagt.

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