Das Stadion in der Hand der Spielvereinigung

Die Spielvereinigung Unterhaching kauft Fußballarena

So wie die Spieler auf dem Feld, freut sich sicherlich die gesamte SpVgg samt Präsident Manfred Schwabl über den eingetüteten Kauf des Stadions.
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So wie die Spieler auf dem Feld, freut sich sicherlich die gesamte SpVgg samt Präsident Manfred Schwabl über den eingetüteten Kauf des Stadions.

Unterhaching – Die Spielvereinigung Unterhaching ist ihrem Stadion seit der Eröffnung 1992 treu geblieben. In der Vergangenheit sanierte die SpVgg Anfallendes auf eigene Kosten. Dies wurde ihnen bei der Bewilligung des Verkaufs unter anderem angerechnet. Denn die Gemeinde Unterhaching gibt das Stadion für 3,3 Millionen Euro gerne aus der Hand. Julia Mittermeier (FWU) hat keine Bedenken. „Obwohl die Spielvereinigung all die Jahre lediglich einen Mietvertrag mit der Gemeinde abgeschlossen hatte, sanierten sie das Stadion immer wieder auf eigene Kosten. 

Die Spielvereinigung ist ein Aushängeschild für die Gemeinde und wir wünschen viel Erfolg im neuen Stadion.“ Fraktionskollegin Christine Helming und CSU-Mann Richard Raiser sehen die Veräußerung sowohl für die SpVgg als auch für die Gemeinde „als guten Schachzug“. Raiser, der auch Dritter Bürgermeister ist, meinte, die Gemeinde brauche kein Stadion. Letztlich sei es eine „Win-win-Situation. Die Gemeinde spart sich Gelder und die Spielvereinigung hat ihre Sicherheit in dem Stadion bleiben zu dürfen.“ Christine Helming unterstützte das Vorhaben ebenfalls, denn sie könne sich noch gut an Phasen erinnern, als der Rat scherzte, wie „wir das Stadion endlich mal loswerden und wenn es nur zu einem Euro ist. 

Das war noch in Zeiten von Bürgermeister Erwin Knapek“, witzelte sie. Fraktionsübergreifend wurde der Verkauf des Stadions positiv bewertet. Lediglich die Grünen hatten ihre Zweifel, wie Claudia Köhler vortrug. Sie und ihre Fraktion hätten sich gewünscht, dass schon vorher über diese grundsätzliche Entscheidung in einer öffentlichen Sitzung gesprochen worden wäre. Die Nutzungsmöglichkeit solle nicht aus der Hand gegeben werden, erklärte Köhler. 

Außerdem galt ihre Sorge auch dem Personal. Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) betonte, dass sämtliche Vertragsangelegenheiten in der nicht öffentlichen Sitzung behandelt werden müssen. „Da aber bereits illegaler und rechtswidriger Weise der Verkaufspreis an die Presse herangetragen wurde, spricht aus Sicht der Rechtsaufsicht und des Landratsamtes nun auch schon nichts mehr dagegen, öffentlich darüber zu sprechen.“ Panzer betonte, es habe seinen Grund, warum manche Angelegenheiten nicht öffentlich diskutiert werden, denn geraten Informationen zu früh an die Öffentlichkeit, könne dies Auswirkungen mit sich bringen. Dennoch wolle er den Verstoß der Weitergabe an Informationen nicht weiter ahnden. 

Er sprach sich jedoch nicht über einen möglichen Verdacht aus. Dennoch fühlten sich die Grünen angegriffen, woraufhin sie beteuerten, dass niemand aus der Fraktion Informationen weitergetragen habe. Die Spielvereinigung könnte – laut Vermutung des Gemeinderats – selbst den Kaufpreis weitergegeben haben, was im Zuge ihrer Rechenschaftsverpflichtung den Anteilseignern gegenüber, den Ratsmitgliedern nachvollziehbar sei. Letztlich wurde der Verkauf an die Spielvereinigung Unterhaching mit neun Gegenstimmen eingetütet.

Melanie Schröpfer

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