Große Ehre für kleine Nachwuchsforscher

Unterhaching: Auszeichnung für den AWO-Hort

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Betreuer und Forschungsleiter Andreas Peters (Mitte) und Hortleitung Petra Geißler (2.v.l) sind stolz auf die kleinen Forscher.

Unterhaching – In unzählige leuchtende Kinderaugen blickten die stolzen Eltern und Erzieher am vergangenen Donnerstag im AWO Hort. Denn die Einrichtung an der Fasanenstraße erhielt die Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“. Eine Zertifizierung, die dafür steht, dass in der Kindertagesbetreuung das Forschen und Entdecken auf dem Programm steht. Bei der feierlichen Übergabe der Zertifizierung war unter anderem Anne Rossbach, Bildungsreferentin und Netzwerkkoordinatorin der IHK, vertreten.

Sie sagte, diese Auszeichnung der IHK sei eine Form von Würdigung für die Arbeit der Einrichtung und der Kinder. Außerdem sei es das Ziel, den Kindern die naturwissenschaftlichen Themen näher zu bringen und diese zu verankern. „Wenn ein Kind schon so früh merkt, dass seine Fragen in und um die Welt beantwortet werden, ist das enorm wichtig für das Leben“, erklärte Rossbach. Jeden Dienstag treffen sich die Kinder der Leopardengruppe, die zwischen neun und zehn Jahren sind, von 16.30 bis 17.30 Uhr und forschen unter der Leitung von Andreas Peters gemeinsam an ihren Projekten. 

Die neunjährige Paula lädt aber auch andere Kinder ein: „Es können immer die Kinder kommen, die wollen.“ Andreas Peters, der schon seit fünf Jahren am AWO-Hort tätig ist, hat selber Spaß am Forschen. „Auch als Kind schon“, erinnert sich Peters zurück. In den Kursen züchteten die Kinder beispielsweise Urzeitkrebse oder Kristalle, bearbeiteten Bilder am PC. Dabei wird auch der erzieherische Aspekt nicht außer Acht gelassen. So untersuchte die Gruppe mit Eiern, deren Schale den Zahnschmelz darstellen, wie wichtig das Zähneputzen ist. Die Eier wurden in Wasser, Cola und Essig eingelegt und an einer Stelle mit Zahnpasta, eingerieben. Die Schale war an den uneingeriebenen Stellen in der Essigeinlage stark angegriffen. Der Schutzfilm der Zahnpasta ließ die eingestrichene Stelle jedoch unversehrt.

Anila hat bei den Projekten eigentlich alles Spaß gemacht. „Am aller besten war aber, als Herr Peters Feuer gespuckt hat.“ Da sind sich alle Kinder einig. Wie aus einem Mund riefen sie sich staunend zurückerinnernd: „Jaaaa!“ Andreas Peters ist voller Engagement dabei. „Manchmal gebe ich Themen vor und schaue, wie es sich entwickelt und wie die Kinder es annehmen. Oft machen die Kinder aber auch selber Vorschläge, woran sie gerne Forschen möchten.“ 

Mikko ist so gut wie jeden Dienstag in der Gruppe dabei: „Man kann da was lernen und alles ausprobieren und Herr Peters ist auch sehr nett.“ Peters denkt viel über die Forschergruppe nach. Er freut sich sehr, dass der AWO-Hort nun die Auszeichnung erhalten hat: „Toll ist es gerade auch für die Kinder, um ihnen zu zeigen, das haben WIR geschafft.“ Auch wenn die Kinder das „nicht richtig als Arbeit machen wollen“, so sagen sie, wollen sie auch später mal „als Hobby weiter forschen“. Und klar ist, dass die Welt noch genug für sie zum Entdecken bereit hält. 

Melanie Schröpfer

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