Symbol der Gemeinschaft

Taufkirchens Kinderplanet mit fertigem Eierhaus

Die sechsjährige Julia steht neben einem selbst gebastelten Haus aus Eierkartons.
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Die sechsjährige Julia findet die blaue Seite des Daches am hübschesten.

Im Sommer diesen Jahres startete die Kindertagesstätte Kinderplanet in Taufkirchen eine Aktion, bei der aus Eierschachteln ein begehbares Haus entstehen sollte. Die Kinder aus allen Gruppen durften zu unterschiedlichen Zeiten daran basteln. Nun ist das Haus fertig – und die Kinder glücklich.

Taufkirchen - Die evangelische Kindertagesstätte Kinderplanet in Taufkirchen ist normalerweise ein Ort des bunten Miteinanders. Wegen der Corona-Pandemie aber muss dieses Miteinander seit Monaten gedrosselt werden.

Das bedeutet für die Kinder in der Tagesstätte, dass sie nicht mehr gruppenübergreifend miteinander spielen dürfen. Das fällt schwer, denn die Kleinen sind eigentlich die teiloffene Gruppenarbeit gewohnt. Früher durften sie nach zehn Uhr auch andere Räumlichkeiten des Kindergartens aufsuchen, um beispielsweise Freunde aus anderen Gruppen zu besuchen.

Um dennoch das „Gemeinschafts-“ und „Wir“-Gefühl zu stärken und aufrecht zu halten, hat sich Betreuerin Jolanta Gërvalla im Sommer diesen Jahres etwas einfallen lassen: Ein begehbares Haus aus Eierschachteln sollte im Eingangsbereich des Kinderplaneten entstehen. Die unterschiedlichen Gruppen – Sternengruppe, Sonnengruppe, Raketengruppe und Marsmännchengruppe waren jeweils einem Wochentag zugeteilt, um Eierschachteln zusammenzukleben. (HALLO berichtete).

Zunächst ging der Hausbau nur mühsam voran, weil die Eierkartons fehlten. Mit Unterstützung der Taufkirchner Bürger aber kamen rasch genug Kartons zusammen, sodass das Eierhaus nun fertiggestellt werden konnte. Das Haus ist ungefähr so groß wie ein Erwachsener, hat einen Eingangsbereich und ein Fenster. Das Dach ist zweifarbig bemalt, links rot und rechts blau. Julia, die Tochter von Jolanta Gërvalla, findet die blaue Seite des Daches am schönsten. „Blau ist meine Lieblingsfarbe“, sagt sie und strahlt.

Der Pfarrer der evangelischen Jerusalemkirche, Joachim Rohrbach, betonte gegenüber Jessica Baier, Leiterin der Kindertagesstätte, mehrmals, dass er stolz auf die Mitarbeiter sei, die sehr zusammengehalten haben und auch darauf, dass trotz der schwierigen Zeit unter anderem dieses Projekt ins Leben gerufen wurde. Rohrbach sehe das Eierhaus auch als Zeichen und Symbol der Gemeinschaft.

Das beweisen auch die Kinder, wie Jessica Baier erzählt: „Wir hatten nicht mehr genug Kugeln für unseren Weihnachtsbaum übrig, also sollte jedes Kind eine Kugel von daheim mitbringen. Jetzt haben wir einen sehr schönen, sehr bunten Weihnachtsbaum.“

Melanie Schröpfer

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