Wohnen in der Eierschachtel

Taufkirchens Kindergarten „Kinderplanet“ mit einer tollen Idee

Jolanta Gërvalla, Pfarrer Joachim Rohrbach und Jessica Baier (v.l.), hoffen auf viele Eierschachteln von den Bürgern zur Fertigstellung des Hauses.
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Jolanta Gërvalla, Pfarrer Joachim Rohrbach und Jessica Baier (v.l.), hoffen auf viele Eierschachteln von den Bürgern zur Fertigstellung des Hauses.

Taufkirchen – Die evangelische Kindertagesstätte Kinderplanet benötigt die Unterstützung der Bürger. Denn gemeinsam soll der sozialen und damit auch emotionalen Distanz getrotzt werden. Gerade weil der Kinderplanet für das Miteinander und bunte Vielfalt steht, liegt auch Pfarrer Joachim Rohrbach von der Jerusalemkirche, dem Träger der Tagesstätte, das Projekt am Herzen.

Aktuell dürfen die Kinder in der Tagesstätte auch im Garten nicht mehr gemischt miteinander spielen. Das fällt schwer, denn die Kleinen sind eigentlich die teiloffene Gruppenarbeit gewohnt – das heißt, dass nach zehn Uhr auch andere Räumlichkeiten des Kindergartens aufgesucht werden können, um beispielsweise Freunde aus anderen Gruppen zu besuchen.

Um dennoch das „Gemeinschafts-“ und „Wir“-Gefühl zu stärken und aufrecht zu halten, hat sich Betreuerin Jolanta Gërvalla etwas einfallen lassen: Ein begehbares Haus aus Eierschachteln soll im Eingangsbereich des Kinderplaneten entstehen. Die unterschiedlichen Gruppen – Sternengruppe, Sonnengruppe, Raketengruppe und Marsmännchengruppe sind jeweils einem Wochentag zugeteilt, um Eierschachteln zusammenzukleben.

Bis zum Ende der Sommerferien soll das Haus fertig sein und die neuen Kinder ab September begrüßen und zum Spielen einladen. Doch geht der Bau des Hauses nur langsam voran, denn es fehlt das Baumaterial. Deshalb freut sich der Kinderplanet an der Eichenstraße 18 in Taufkirchen, wenn Nachbarn ihre leeren Kartons vorbeibringen, sodass die Kinder weiter fröhlich kleistern können. „Wichtig ist natürlich, dass die Eierschachteln sauber sind“, erklärt Jessica Baier, stellvertretende Einrichtungsleitung. Die Kartons werden auch nicht direkt zum Basteln verwendet, da sie zunächst in einen Raum gesperrt werden, um wirklich sicherzugehen, dass keine Viren an den Schachteln mehr haften. Je mehr Kartons also gebracht werden, desto größer die Freude im Kinderplaneten.

Auch die kleinen Packungen, in die sechs, oder auch nur vier Eier passen, sind gern gesehen. Lediglich die Verpackungen aus Plastik sollten es nicht sein, da sonst Verletzungsgefahr besteht. Die Öffnungszeiten der Kindertagesstätte sind von Montag bis Donnerstag von 7 bis 16.30 Uhr. Am Freitag hat der Kindergarten von 7 bis 15.30 Uhr geöffnet. Zu beachten ist, dass ein Zutritt nur mit einem Mund- und Nasenschutz möglich ist.

Melanie Schröpfer

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