Sander: „Wer A sagt, muss auch B sagen“

Taufkirchen: Renovierung des Bahnhofsgebäudes

Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander setzt sich trotz der hohen Kosten für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes ein.
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Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander setzt sich trotz der hohen Kosten für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes ein.

Im Rahmen der Sozialen Stadt Taufkirchen soll das alte Bahnhofsgebäude wieder im Glanz erstrahlen und für Taufkirchen möglicherweise ein kultureller Dreh- und Angelpunkt ­werden.

Taufkirchen – Die Gemeinde Taufkirchen kaufte vor mehr als zehn Jahren das alte Bahnhofsgebäude samt der beiden Nebengebäude. Im Rahmen der Sozialen Stadt Taufkirchen sollen diese Bauten nun renoviert werden.

Die Voruntersuchung ergab, dass Feuchtigkeit im Keller ist und sowohl das Dach als auch die Fassade problematisch sind. Allen voran stehe jedoch, dass sich bei allen Arbeiten strickt an die Auflagen der Denkmalschutzbehörde gehalten werden muss. 

Das bedeutet, das Ziel ist der Erhalt des Alten. So müssen beim alten Bahnhofsgebäude beispielsweise Fenster und Türen restauriert werden und die Schleppgaube wie damals hergerichtet werden. Grundsätzlich positiv für die Gemeinde ist, dass die Renovierungsarbeiten durch das Programm der Sozialen Stadt Taufkirchen gefördert wird und damit nur 40 Prozent der Kosten auf die Rechnung der Gemeinde gesetzt wird. 

Um die Förderung der übrigen 60 Prozent zu erhalten, gilt als Auflage im Gegenzug, dass ein Aufzug in das alte Bahnhofsgebäude gebaut wird. Dies könnte sich jedoch schwierig gestalten, da die Denkmalschutzbehörde zunächst die Zulässigkeit prüfen muss.

Insgesamt würden sich die Kosten der Sanierung des Bahnhofsgebäudes auf 850.000 bis zwei Million Euro belaufen. Das erste Nebengebäude wird im preislichen Rahmen von 100.000 Euro bis 200.000 Euro liegen und das zweite Gebäude zwischen 200.000 Euro und 500.000 Euro.

Trotz der Förderung würden hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen, doch sagte Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander (parteilos) während der jüngsten Gemeinderatssitzung: „Mit der damaligen Entscheidung, das Bahnhofsgebäude und die zugehörigen Nebengebäude zu kaufen, haben wir A gesagt. Wir wussten ja um den Zustand der Gebäude. Deshalb müssen wir auch B sagen.“

Die Grundstimmung in Bezug auf die Sanierungsarbeiten schien im Gemeinderat positiv, denn stehen viele mögliche Nutzungsvorschläge bereit, die das kulturelle Leben Taufkirchens nachhaltig aufhellen würden. Die Bürger Taufkirchens konnten 2018, im Zuge der Beauftragung eines Planungsbüros, mehrere Vorschläge und Wünsche einbringen.

In dem 1898 errichtete Bahnhofsgebäude könnte möglicherweise eine Weinbar einziehen und in den Nebengebäuden wäre unter anderem Platz für ein Jugendcafé. Auch Ausstellungen, Coworking Spaces oder eine Plattform für unterschiedliche Veranstaltungen wären denkbar. 

All das könnte das alte Bahnhofsgebäude in Zukunft für die Gemeinde sein. Geplant sei aber schon jetzt, dass im Erdgeschoss des Hauses auch nach der Sanierung die Gastronomie wieder ihren Platz finden würde.

Melanie Schröpfer

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