Park am Wald mit Abstrichen neu vorgestellt

Taufkirchen: Einsparungen bei Projekt „Unser Park am Wald“ 

Der Taufkirchner Gemeinderat bewilligte die Planungsvorschläge des Architekten zu dem Projekt „Unser Park am Wald“ .
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Der Taufkirchner Gemeinderat bewilligte die Planungsvorschläge des Architekten zu dem Projekt „Unser Park am Wald“ .

Taufkirchen will im Rahmen der „Sozialen Stadt Taufkirchen“ das Stadtbild verschönern. Dazu zählt auch die Gestaltung des Grünzugs am Durchgang zur Lindenpassage.

Taufkirchen – Das Projekt „Unser Park am Wald“ geht in die nächste Runde. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Das Gremium fasste Ende Mai den Beschluss, die Planung des Grünzuges zwischen den Hochhäusern des Ortsteils „Am Wald“ und dem Durchgang zur Lindenpassage nochmals überarbeiten zu lassen.

Der Landschaftsplaner und Landschaftsarchitekt Andreas Rockinger stellte der Gemeinde ein Konzept mit einem Kostenrahmen von 155.000 Euro vor. Dabei umfasste diese Summe nicht das Lichtkonzept und auch das Honorar des Planungsbüros war nicht eingerechnet. Zudem galt diese Kostenschätzung nur für einen von drei Teilbereichen.

Das Projekt soll bürgerfreundlich gestaltet werden und einen Wohlfühlort für Bürger aller Altersgruppen darstellen. Dafür startete das Team Rockingers eine Bürgerumfrage, die hervorbrachte, ihnen seien Sitzgelegenheiten und eine ausreichende Ausleuchtung wichtig.

Der Architekt stellte den Gemeinderäten die mögliche Umsetzung des Nordteilbereichs vor. Die Planung beinhaltete eine Boulebahn, Mitmach-Hochbeete, ein Brunnen und ein Pavillon. Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander (parteilos) stellte jedoch klar, die Kosten seien jetzt in der Corona-Krise zu hoch. Rockinger wurde gebeten, die Kosten zu minimieren. Den Gemeinderäten stellte Rockinger die überarbeitete Planung erneut vor. 

Um die Kosten zu senken, wurde die Gesamtfläche des entsprechenden Teilbereichs reduziert. Der fest montierte Pavillon, der in den Augen der Gemeinderäte abends ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche und somit auch ein Geräuschpegelauslöser wäre, ist nun mobil geplant. Bei Veranstaltungen könnte der Pavillon temporär aufgestellt werden. Aus dem Wasserbecken wurde eine Wasserstelle, die mit Sand umrahmt werden soll. Dabei sei dieser laut Rockinger auch für ältere Menschen mit Rollator gut begehbar. Zudem holte er sich die Kostenschätzung des Lichtplaners ein, sodass das Planungsbüro auf eine Gesamtkostenschätzung des Teilstücks von 115.000 Euro kommt. Immerhin eine Ersparnis von 40.000 Euro. 

Um zu sparen, werden einige Vorhaben auf das nächste Jahr gelegt. Dies betrifft auch die Bänke und den Weg, der gebaut werden soll und damit auch die Beleuchtung des Weges. Nur am Hauptweg sollen schon jetzt Lampen errichtet werden. Dass der Weg verschoben werden soll, befürwortete Christiane Lehners (CSU), denn so bliebe genug Zeit, um Rücksprache mit der Behinderten- und Seniorenvereinigung zu halten. Sich den Bänken erst später zu widmen, sei Sanders Augen sinnvoll, denn das Thema sei „sehr sensibel“. 

Die geeignete Positionen, damit die Anwohner so wenig Lärm wie möglich haben, sollen im Herbst gefunden werden. Dafür nehme der Landschaftsarchitekt eine mobile Bank mit in den Park und stelle sie mit den Räten an möglichen Orten auf. Pro Bank kommen zirka 1000 bis 1500 Euro auf die Gemeinde zu.

Aufgeschlüsselt sehen die einzelnen Kostenpunkte des Projekts für das Haushaltsjahr 2020 wie folgt aus: Das Herrichten der Fläche kostet 25.000 Euro, die Belege werden mit 10.000 Euro verbucht, denn dabei werden bestehende Materialien mitbenutzt. Die Wasserstelle ist mit 20.000 Euro eingeplant, wobei hier bei einem nahen Wasseranschluss auch noch Kosten gespart werden können. 

Die Ausstattung, also das Hochbeet und die Sitzbank ist mit 15.000 Euro eingestellt. Für die Bepflanzung inklusive der Bodenarbeiten sind mit 35.000 Euro zu rechnen. Wobei Beatrice Brückmann (Grüne) dabei wichtig war, dass der Hauptanteil der Pflanzen einheimisch und auch Insekten- und bienenfreundlich sein sollen. Über ein Insektenhotel würde sie sich ebenfalls freuen.

Veronika Weidemann von der Firma Rockinger konnte die Einplanung bestätigen. Dass die Pflanzen überwiegend einheimisch sein sollen, werde von ihr geprüft, denn es handle sich um keine Schmuckbepflanzung, sondern um Pflanzen, die wenig Pflege bedürfen und vom Frühjahr bis in den Herbst gut aussehen sollen. Dies sei bei den Kosten zu berücksichtigen.

Als letzter Kostenfaktor wurden weitere Ausgaben wie für die Baustelleneinrichtung in Höhe von 10.000 Euro eingerechnet. Bürgermeister Ullrich Sander lobte Rockinger mit den Worten: „Ihre Hausaufgaben haben Sie erledigt.“ Sander berichtete zudem, dass die Einrichtung Kinderplanet sich bereiterklärt hätte, sich um das Hochbeet zu kümmern, was mit Sicherheit auch den Kindern große Freude bereiten werde. Nun kann es also losgehen, damit die Pläne des Projektes „Unser Park am Wald“ schon bald Realität werden.

Melanie Schröpfer

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