„Volle Lotte“ um den Aufstieg kämpfen

SpVgg Unterhaching will drittklassig werden

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Der Alpenbauer-Sportpark bald wieder als Heimstätte für Fußball in Liga drei? Darauf hofft die Spielvereinigung Unterhaching. Am Sonntag gegen Elversberg gilt es, entscheidend vorzulegen.

Die SpVgg Unterhaching fiebert dem Showdown entgegen. Am Sonntag, 28. Mai, um 14 Uhr geht es im heimischen Stadion gegen den Südwest-Meister Elversberg um den Aufstieg in die Dritte Fußball-Bundesliga. Das Rückspiel findet dann am Mittwoch, 31. Mai, statt.

Die Spielvereinigung Unterhaching scheint bestens gerüstet für die finale Woche der Entscheidung um den Aufstieg in die Dritte Liga. Am letzten Spieltag der regulären Saison in der Regionalliga Bayern siegten die bereits seit Wochen als souveräner Meister feststehenden Münchner Vorstädter mit 3:0 gegen die U23 des TSV 1860 München. Gegen den Regionalliga-Südwest-Champion SV Elversberg geht es nun am kommenden Sonntag um 14 Uhr im Alpenbauer-Sportpark um alles!

Wer sich für den Aufstiegsschlager noch eine Karte sichern möchte, sollte sich sputen. Bereits zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe war neben den VIP-Tickets auch die Westtribüne bereits ausverkauft! Stetig aktualisierte Infos über verfügbare Ticket-Kontingente finden Interessierte auf der Haching-Webseite unter www.spvggunterhaching.de.

Am kommenden Sonntag dürfte sich die 15.000 Zuschauer fassende Heimarena in einen Hexenkessel verwandeln. Denn: Es gilt vorzulegen! Denn nur drei Tage später fällt beim Rückmatch in Elversberg endgültig die Entscheidung, welches der beiden Teams in der kommenden Saison in Liga drei aktiv sein darf.

Aber auch der kommende Gegner ist gut drauf. Lange auf Position zwei der starken Regionalliga Südwest hinter Waldhof Mannheim platziert, holten sich die Saarländer mit starken Leistungen in der Saisonendphase doch noch die Meisterschaft. Ähnlich wie die Hachinger schossen sich die Schützlinge des im Freistaat bestens bekannten Ex-Bayern, Ex-Löwen und Ex-FCN-Profis Michael Wiesinger in den vergangenen Wochen so richtig warm für die letztlich allein und alles entscheidenden Play-Offs. Ein weiterer Vorteil könnte sein: Anders als die Hachinger von Trainer Claus Schromm hatte das Team aus der Region des einstigen Erstligisten Neunkirchen am letzten Wochenende spielfrei.

Für die Oberbayern dürfte die Begegnung aber ohnehin nicht einfach werden, nur ganze 22 Tore hatte der SV Elversberg in den 36 Spielen der regulären Saison zugelassen. Im defensiven Mittelfeld bestechen die Saarländer zudem mit einer für Regionalliga-Verhältnisse außergewöhnlichen Personalie: Leandro Grech hat bei namhaften Erstligisten Argentiniens bestanden, ehe er in Unterhaching und beim Zweitligisten Aalen als sogenannter Sechser Akzente setzte. Schillerndste Figur im Angriffsspiel des Aufstiegs-Gegners ist freilich Edel-Joker Edmund Kapplani. Der Albaner, früher erfolgreicher Stürmer bei Erstligist FC Augsburg und eine Etage tiefer beim Karlsruher SC hat immer noch eine starke Quote: 15 Treffer erzielte der wuchtige Stoßstürmer als bester SV-Angreifer in 30 Saisonpartien – oftmals von der Bank kommend, macht Kapplani immer noch recht regelmäßig seine Kisten.

Doch die Hachinger sind nach einer Rekordsaison in Liga vier sicher leichter Favorit. „Volle Lotte“ habe sein Team gegen die Löwen gespielt, lobte Erfolgstrainer Claus Schromm. Angesichts dieser Leistung sei ihm vor dem Showdown nicht bange. Auch, wenn die in Liga drei strebenden Hachinger einige bekannte Verletzungssorgen weiter plagen: Luca Marseiller fällt mit Kreuzbandriss ohnehin aus. Die Einsätze von Marco Rosenzweig (Knorpelschaden) und Thomas Steinherr (Fersenfraktur) stehen in den Sternen.

Frohe Kunde dagegen gibt es bei einer wichtigen Personalie zu vermelden. Der zuletzt beim 5:1-Kantersieg gegen Bayreuth noch leicht angeschlagen geschonte Mittelfeldrenner Alexander Piller kehrte gegen die kleinen Löwen nicht nur mit überzeugender Leistung ins Team zurück. Der sechsfache Torschütze verlängerte unter der Woche gleich auch noch seinen Vertrag um eine weitere Saison. „Es freut mich sehr, dass der Alex bei uns bleibt“, findet sein Trainer. Umso mehr, wenn es in der nächsten Saison in die Dritte Liga geht. 

Harald Hettich

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