Das Motto: Gemeinsam sind wir stärker!

SMV-Aktion am Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching

Achtklässler aus Unterhaching bemalen eine Wand im Lise-Meitner-Gymnasium.
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In Mülltüten und Kitteln vor Farbspritzern geschützt, haben Schüler der Klasse 8c gemeinsam mit der SMV am Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching eine „Corona-Wand“ gestaltet.
  • VonIris Janda
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Die Schülermitverantwortung am Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching hat zusammen mit Achtklässlern eine „Corona-Wand“ im Schulhaus gestaltet. Der Zusammenhalt der Schulfamilie steht dabei im Vordergrund.

„Corona-Wand“ heißt das Projekt, das die Schülermitverantwortung (SMV) des Lise-Meitner-Gymnasiums in Unterhaching mithilfe der Klasse 8c die vergangenen Wochen im Schulhaus umgesetzt hat. Wer nach einer Wand mit FFP2-Masken, Desinfektionsmittel und Abstandsmarkierungen ausschaut hält, wird nicht fündig werden. „Wir haben überlegt, ob wir etwas zum Thema Corona machen, aber alle haben mittlerweile genug davon, wir wollten nichts mit Masken oder so machen“, erklärt Schülersprecher Adrian Appl.

Etwas viel Wichtigeres soll aus der Pandemiezeit in Erinnerung bleiben: „Gemeinsam sind wir stärker!“ Deshalb hat die SMV gemeinsam mit der achten Klasse von Kunstlehrerin Lea Kühne eine dunkelblaue Wand mit bunten Farbflecken gestaltet. „Das soll die Vielfalt der Schulfamilie zeigen“, verdeutlicht Schülersprecherin Nadine Muhtadi.

„Außerdem wird das Motto ,Gemeinsam sind wir stärker‘ in 14 verschiedenen Sprachen auf der Wand stehen“, erklärt die 14-Jährige weiter. So viele verschiedene Sprachen sprechen Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums. Die SMV hatte dazu extra eine Online-Umfrage gemacht und das Motto in den verschiedenen Muttersprachen gesammelt.

Allein die Einsendungen durchzusehen, hätte schon viel Zeit in Anspruch genommen, erzählt Damian Góra, ebenfalls Schülersprecher. Für das gesamte Projekt hätten die Schüler auch viel ihrer Freizeit investiert, die Planungen dauerten mehrere Wochen. „Man sieht am Ende nur das Produkt und weiß oft gar nicht, wie viel Arbeit da reingeflossen ist“, sagt der 15-jährige Damian.

Bei der Umsetzung lief auch nicht alles nach Plan und von den Schülern sowie Lehrerin Kühne war Improvisationstalent gefragt. So konnte die eigentliche Vorlage des abstrakten Bildes nicht per Overhead-Projektor an die Wand projiziert werden. Die Organisation eines Beamers war in der Kürze der Zeit nicht umzusetzen. Aber davon ließen sich die Schüler nicht beirren, änderten die Vorlage ab und brachten die bunten Flecken mithilfe von Schablonen an die Wand schräg gegenüber die Schulbibliothek.

Neben dem Motto in verschiedenen Sprachen werden auch verschiedene Fragen aufgezeichnet, die sich der Betrachter stellen kann. „Fragen, die teilweise humorvoll sind oder auch nachdenklich machen“, erklärt Lehrerin Kühne. „Sind wir alle gleich?“, „Was bedeutet Schönheit?“ oder auch „Wie geht‘s weiter?“ heißt es da zum Beispiel.

Neben diesem Projekt blieb die SMV in den Zeiten von Lockdown und Homeschooling nicht untätig. „Wir sind trotzdem aktiv geblieben, haben viel über die Plattform mebis gemacht, um mit den Schülern in Kontakt zu bleiben“, erklärt Damian. Um den Schülern im Homeschooling ein Gefühl von Normalität zurückzugeben, haben sie außerdem über das Tool „Discord“ Videokonferenzen veranstaltet. „Es war eine Herausforderung, die Schüler zu erreichen, aber das Angebot wurde gut angenommen“, so der Schülersprecher weiter.

Und auch für das kommende Schuljahr stehen neue Projekte bereits fest. So möchte sich die SMV an einer Fortsetzung des Songprojekts „Nie stärker als jetzt“ beteiligen, das im Frühjahr 2020 im Rahmen des ersten Lockdowns entstand.

Aus über 500 Beiträgen, die Schüler, Eltern und Lehrkräften während der Zeit des Homeschoolings erstellen konnten, entstand im Rahmen des Songprojekts ein Musikvideo zu dem Lied „Nie stärker als jetzt“ des Musikers Max Giesinger (abrufbar auf der Schulhomepage unter www.lmgu.de/). „Es ist ein gutes Video, aber was Akustik und Gesang betrifft, ist noch Luft nach oben“, meint Adrian lachend. Bei der Fortsetzung des Projekts soll das verbessert werden.

Iris Janda

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