Die Idylle der Heimat

Simon Kastenmüller lädt zu „Entdeckungstouren in Sauerlach“

Autor Simon Kastenmüller ist ehemaliger Leiter des Heimatmuseums in Arget. In seinem Buch verrät er zahlreiche lohnende Ausflugsziele, etwa zum versteckt im Wald gelegenen Argeter Ziegelweiher.
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Autor Simon Kastenmüller ist ehemaliger Leiter des Heimatmuseums in Arget. In seinem Buch verrät er zahlreiche lohnende Ausflugsziele, etwa zum versteckt im Wald gelegenen Argeter Ziegelweiher.

Idyllische Weiher, versteckte Brunnen, zauberhafte Biotope: Simon Kastenmüller, ehemaliger Leiter des Heimatmuseums in Arget, hat diese Orte gefunden und präsentiert diese in seinem ersten Buch. „Entdeckungstouren in Sauerlach“ lautet der Titel.

Vieles am Wegesrand, was im Alltag so nebenbei wahrgenommen wird, hat eine eigene Geschichte. Der 68-jährige Simon Kastenmüller erzählt diese nun auf 116 Buchseiten und lädt darin zu spannenden Touren ein.

Vorgestellt werden fünf Wanderrouten, von denen die längste, von Sauerlach nach Deisenhofen, 16,7 Kilometer lang ist. Die kürzeste beträgt gerade einmal 6,2 Kilometer und führt von der Corona-Kapelle zum Malteser-Kreuz und zurück. „Die Strecken sind als bequeme Rundtouren angelegt“, erläutert Kastenmüller. Jede der Wanderungen könne von jedem Etappenpunkt begonnen werden. „Wo es sich anbietet, habe ich idyllische Einkehrmöglichkeiten sowie die nächste S-Bahn- und Bushaltestelle aufgeführt“, erläutert der Autor.

Die Idee für das Buch schwirrte Kastenmüller schon länger im Kopf herum, verrät er gegenüber HALLO. Als Chef des Argeter Heimatmuseums an der Holzkirchener Straße war er täglich von Zeitzeugen der Geschichte Sauerlachs umgeben. „Eine schier unerschöpfliche Quelle der Inspiration“ sei dies gewesen.

Rund 130 Mitglieder zählt der engagierte Förderverein, der sich um den Erhalt des historischen Ensembles kümmert. Derzeit ist Kastenmüller noch im Beirat, hat aber nunmehr Zeit für jede Menge eigene Projekte – wie zum Beispiel die Recherche für sein erstes Buch. Nachforschungen führten den 68-Jährigen in zahlreiche Archive. Im Bayern-Atlas des Staatsministeriums für Landesentwicklung und Heimat fand Kastenmüller manch wertvolle Information. Natürlich war er auch selbst viel unterwegs, um viele Ecken Sauerlachs unter die Lupe zu nehmen und Recherchiertes zu überprüfen.

Zu den persönlichen Lieblingsorten des Autors zählt eine Sitzbank am Waldrand zwischen der Altkirchener Straße und dem Argeter Ortsteil Brand. „Wenn man von dort aus genau über die Kirchturmspitze auf die Alpen peilt, erkennt man bei gutem Wetter den Wendelstein“, schwärmt Kastenmüller. Viele wissenswerte Details erfährt der Leser auch über Sauerlachs Geschichte der Trinkwasserversorgung. „Hochinteressant“, findet der Autor. Einiges davon sei nicht so bekannt, wie beispielsweise die nicht direkt sichtbaren Münchner Zubringerwasserleitungen, die die Sauerlacher Flur durchqueren.

Herausgeber des Buches sind die Heimatfreunde Sauerlach. Es kostet 12 Euro. Die erste Auflage ist bereits vergriffen. Die zweite liegt jetzt druckfrisch vor. Zu kaufen gibt es das Buch im Argeter Heimatmuseum an der Holzkirchener Straße 22. Geöffnet ist es jeden zweiten Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr. 

krb

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