Neue Vhs-Leiterin

Vhs-Staffelstab übergeben

+
Silvia Engelhardt an ihrem neuen Arbeitsplatz.

Seit 1. Oktober hat Silvia Engelhardt die Leitung und Geschäftsführung der Vhs Taufkirchen übernommen. Engelhardt ist studierte Pädagogin und seit 18 Jahren in der Erwachsenenbildung tätig, 14 Jahre war sie an der Vhs Haar mit der Leitung des Programmbereiches Kultur und Gesellschaft betraut gewesen. Der ehemalige Leiter Anton Rottenkolber hatte die Leitung 28 Jahre inne.

„28 Jahre lang durfte ich zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen und hunderten von Kursleitern die Volkshochschule zu einer anerkannten Einrichtung entwickeln. Sehr unterstützt und gefördert wurden wir dabei von der Gemeinde“, betont Anton Rottenkolber. Seine Erfahrung habe gezeigt, die Volkshochschule sei eine unglaubliche Plattform für die Begleitung des gesellschaftlichen Wandels, für Ideen und Entwicklungen und deren Umsetzung zum Wohle und im Interesse der Teilnehmer und des gesellschaftlichen Auftrags.

Rottenkolber erinnert sich: „Die 1971 gegründete Volkshochschule hat sich in 45 Jahren von einer kleinen Wohnzimmer-Volkshochschule zu einer respektablen, allseits anerkannten Ganztags-Volkshochschule entwickelt. Zu einer Volkshochschule in der unternehmerisches Handeln und gesellschaftlicher Bildungsauftrag zusammenfließen.“

Nicht unwesentliche Meilensteine dafür waren 1975 die Anstellung von hauptamtlichem Personal, das 1988 nochmals erweitert werden konnte, und die Vermehrung der Kursräume.

Ein Dauerproblem war lange Zeit die fehlende Räumlichkeit. Eine spürbare Verbesserung brachte 1989 der Umzug in die Pappelstraße 14, wo der Volkshochschule und der Musikschule erstmals schulunabhängige Räume für einen Ganztagsbetrieb zur Verfügung standen. Rottenkolber: „Einen großen Schritt vorwärts ergab sich für die Volkshochschule dann durch den Neubau am Ahornring, wo uns seitdem auch funktionale Werkräume zur Verfügung stehen.“ Mit einem ambitionierten Angebot ist es in den vergangenen 30 Jahren gelungen, die Zahl der Veranstaltungen von 200 Kursen auf jetzt 900 Veranstaltungen pro Jahr und von 3000 Teilnehmern auf rund 10.000 Teilnehmer jährlich zu steigern. Waren anfangs 85 Kursleiter im Einsatz sind es jetzt jährlich 250 Kursleiter in sechs Programmbereichen. Inhaltlich hat sich vieles verändert, sich den gesellschaftlichen Erfordernissen angepasst. Wurden zu Beginn der Vhs Gesundheitskurse eher nicht so häufig angeboten, so sind sie heute bezüglich der Kursanzahl absoluter Spitzenreiter. Umgekehrt war die Nachfrage nach EDV-Kursen in den 90iger Jahren regelrecht explodiert. Jährlich wurden rund 100 EDV-Kurse durchgeführt. Heute ist eine breite Marktsättigung eingetreten.

Kulturelles heute besonders gefragt

Stark angestiegen sind die Kulturangebote, vor allem auch die gestalterischen Kurse. Vielfach wird ein kreativer Ausgleich zum Beruf gesucht. Der Bedarf älterer Menschen nach qualitätsvoller Weiterbildung, gepaart mit Erfahrungsaustausch und Gespräch, ist sehr gestiegen. Die rasante Entwicklung vom „Studium Generale“ und der Anstieg von Kulturbusfahrten und Ausstellungsbesuchen sind dafür ein Beleg. So wie heute die Flüchtlinge aus Syrien, Afrika, Afghanistan nach Deutschland kommen und hier ein Bleibe suchen, waren dies Anfang der 90er Jahre Bürger aus einigen Balkanländern.

Damals wie heute waren die Volkshochschulen mit Integrationsbemühungen und Deutschkursen gefordert.

Auch interessant:

Meistgelesen

Taufkirchen: Renovierung des Bahnhofsgebäudes
Taufkirchen: Renovierung des Bahnhofsgebäudes

Kommentare