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„Schule der Phantasie“ feiert bei Spielefest in Oberhaching fünfjähriges Bestehen

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Von: Verena Rudolf

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Kinder basteln an Tischen vor dem Zirkuswagen der Schule der Phantasie in Oberhaching.
„Man braucht nicht viel, um glücklich zu sein“, sagt Sylvia Hammacher von der Oberhachinger „Schule der Phantasie“. © oh

Seit fünf Jahren gibt es „Die Schule der Phantasie“ in Oberhaching. Das soll am Samstag, 25. Juni, beim Spielefest „Gemeinsam grenzenlos“ gefeiert werden.

Kinder sind neugierig und in ihnen steckt viel Phantasie. „Daher ist es mir ein großes Bedürfnis, dass sie auch einen freien Zugang zu künstlerischen Mitteln haben“, sagt Sylvia Hammacher. Die Künstlerin und Kunst-Therapeutin hat vor fünf Jahren die „Schule der Phantasie“ in Oberhaching ins Leben gerufen. Jetzt beim Spielefest „Gemeinsam grenzenlos“, das am Samstag, 25. Juni, beim Jugendtreff A12 an der Alpenstraße 11 gefeiert wird, soll auch auf das fünfjährige Bestehen der Oberhachinger „Schule der Phantasie“ angestoßen werden.

Das Motto des Spielefests passt perfekt, denn „grenzenlos“, eben ohne Kindern allzu große Grenzen zu setzen, sind sie unter Hammachers Fittiche künstlerisch tätig. Die „Schule der Phantasie“ geht auf ein von Rudolf Seitz, Ende 1970er-Jahre erarbeitetes Konzept zurück. Seitz, von 1982 bis 1988 Präsident der Akademie der Bildenden Künste in München, ging es darum, Kinder zusätzlich zu ihrem Schulunterricht künstlerisch zu fördern.

Das ist auch Hammachers Anliegen, die in freien Kursen, bei Straßenfesten oder bei ihrem Ferienprogramm im Zirkuswagen mit Kindern künstlerisch im Einsatz ist. „Vor allem bei unserem Zirkuswagen geht das immer toll“, schwärmt die Künstlerin. Die Kinder dürften laut sein, sie könnten auch Quatsch machen, wenn sie zum Beispiel gemeinsam mit Farbbomben hantieren oder mit anderen Materialien experimentieren.

„Den Zirkuswagen halten wir ganz bewusst einfach. Es gibt Vorzelte und ein paar Bierbänke“, so Hammacher. „Man braucht nicht viel, um glücklich zu sein.“ Und so wie die Kinder gemeinsam mit Hammacher ihre Phantasie mit künstlerischen Mitteln zum Ausdruck bringen, so entspannen sie gleichzeitig. Mehr noch: Hammacher spricht ebenso von der Förderung des Selbstbewusstseins und natürlich von der Schulung der Motorik und Konzentrationsfähigkeit.

Ob im Zirkuswagen oder in den Wochenkursen, Hammacher, die in München studiert hat, legt als Kursleiterin viel Wert darauf, achtsam mit den Kindern umzugehen. „Kinder haben an sich selbst oft hohe Ansprüche und müssen auch lernen, dass nicht alles auf Anhieb klappt.“ So ist es schön, wenn genügend Zeit vorhanden ist, dass die jungen Kurs-

teilnehmer erfahren, wie man auch aus „Fehlern“ das Beste machen kann oder dass es eben manchmal Zeit benötige, um Dinge besser entwickeln zu können. Wenn Kinder in einem Kurs oder beim Ferienprogramm das Gefühl hätten, dass sie ihr Ding machen dürfen, würden sie sich frei fühlen und in den Entstehungsprozess eines Kunstwerks mit ihrer ganzen Kreativität eintauchen. Wichtig ist Hammacher da zu betonen, dass es eben nicht immer um das Endprodukt geht. Viel mehr sei es von Bedeutung, dass die kleinen Künstler Spaß am künstlerischen Gestalten mit allen möglichen Materialien hätten. „Dazu gehört natürlich auch, dass man sich dabei schmutzig machen und laut sein darf“, so die Kursleiterin.

Nach zwei Jahren Pandemie mit allen möglichen Einschränkungen und Regeln stört sich Hammacher allerdings daran, dass die Kinder in ihren Kursen plötzlich viel zu „brav und ruhig“ seien. Ebenso seien sie im Vergleich zu vor Corona vorsichtiger und ängstlicher.

So ist es der ersten Vorsitzenden der Oberhachinger „Schule der Phantasie“ ein großes Anliegen, sich keineswegs auf dem fünfjährigen Bestehen des Vereins auszuruhen. Ganz im Gegenteil: Gerade jetzt sei es wichtig, Kindern möglichst viele Gelegenheiten zu bieten, bei Kunst-Projekten wieder aus sich herauszukommen. „Es ist mir ein Herzensprojekt, präventiv mit Kindern arbeiten zu können“, sagt die Kunst-Therapeutin voller Tatendrang. So freut sie sich nicht nur auf das Spielefest jetzt am Samstag, 25. Juni, sondern auch auf das Ferienprogramm im Zirkuswagen. Weitere Informationen zu den Kursen der Schule der Phantasie unter Telefon 61 30 91 89.

Verena Rudolf

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