Das erste Modell für den Campus steht

Schulcampus Deisenhofen nimmt Gestalt an

Modell des geplanten Schulcampus am Bahnhof Deisenhofen.
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Das Architekturbüro Hirner und Riehl erstellte bereits das erste Modell des Schulcampus am Bahnhof Deisenhofen. So, wie auf dem Foto, sieht der erste Entwurf aus.
  • VonMelanie Schröpfer
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Am Bahnhof Deisenhofen soll ein Schulcampus entstehen. Nun wurden verschiedene Entwürfe eingereicht und ausgewertet. Das Rennen machte das Münchner Architektenbüro Hirner und Riehl.

Die europaweite Architekten-Ausschreibung ist abgeschlossen und die Planungen um den Schulcampus am Standort Deisenhofen werden konkreter. Insgesamt kamen fünf Architektenbüros infrage, die der Jury erste Entwürfe vortrugen. Die Jury bestand aus dem Landkreisgremium, den Mitgliedsgemeinden des neuen Zweckverbandes und dem Bauausschuss.

Mittels Bepunktung wurden dann sowohl die Entwürfe als auch die Präsentationen bewertet. Aufgabe war es, eine Fachoberschule (FOS), eine Realschule und eine Mehrfachzweckhalle, sowie das junge Wohnen auf der 9,2 Hektar großen Fläche zu konzipieren, dabei aber möglichst flächensparend zu planen. Zusätzlich sollte eine Tiefgarage mit 150 Stellplätzen untergebracht werden. Außerdem sah die Planungsleitlinie eine Durchwegung vom Kirchenzentrum zur S-Bahn vor und auch die Planungen der Mobilitätsdrehscheibe sollte berücksichtigt werden. Zudem sollten Abstände zu angrenzenden Nutzungen wegen des Lärmschutzes berücksichtigt werden.

Nachhaltigkeit, Realisierbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Funktonalität und Raumprogramm waren Kriterien, nach denen die Jury bewertete. Das Modell des Büros Hirner und Riehl aus München, das einen pavillonartigen Bau vorsieht, konnte sich letztlich durchsetzen. Till Fischer, der als Architekt das Auswahlverfahren begleitete, lobte: „In dieser Arbeit steckt das beste Potenzial der Weiterentwicklung.“ Bei der eindeutigen Adressbildung der Schultypen sei dennoch ersichtlich, dass es sich um einen gemeinsamen Campus handle.

Die Mensa, die in einem extra Gebäude untergebracht wird, biete gute Möglichkeiten zur außerschulischen Bewirtung. Insgesamt ist der Bau des Campus hauptsächlich zweigeschossig, maximal dreigeschossig und überzeugte die Jury außerdem mit der Innenraumhöhe. Die Dächer sind flach geneigt und ähneln ein wenig dem Starnberger Landratsamt.

Gut gefiel der Jury auch die Architektursprache mit der Holzschalung des Gebäudes und dem Fluchtbalkon. Insgesamt konnten Hirner und Riehl auch mit ihrer Präsentation überzeugen. Bürgermeister Stefan Schelle betonte aber, dass dieser erste Entwurf lediglich der Vorentwurf sei und die Planungen erst beginnen würden. Nun werde zunächst der Vertrag unterschrieben und die Bauleitplanung auf den Weg gebracht.

Im Rahmen der Bauleitplanungen soll es auch zur Bürgerbeteiligung kommen. „Ich gehe davon aus, dass die Bürgerbeteiligung spätestens im Herbst stattfindet“, so der Rathauschef. Jeder könne sich einbringen und werde berücksichtigt. Alle vorgeschlagenen Modelle sind im Rathaus ausgestellt und können angesehen werden.

Melanie Schröpfer 

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