Neu- und Umbauarbeiten

Gemeinde investiert rund 4,1 Millionen Euro

Die Architekten Christine und Christian Peter präsentieren vor dem Gemeinderat ihre Idee von einer zukunftsstarken und funktionalen  Grundschule.
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Die Architekten Christine und Christian Peter präsentieren vor dem Gemeinderat ihre Idee von einer zukunftsstarken und funktionalen  Grundschule.

Kein Luftschloss mehr ist der Neu- und Umbau der Friedrich-von-Aychsteter-Grundschule in Sauerlach. Wenn alles optimal verläuft, könnte der Startschuss für die Arbeiten bereits im Sommer 2017 fallen. Mit dem Projekt beauftragt sind die Architekten Christine und Christian Peter vom Münchner Planungsbüro SPP – Sturm, Peter + Peter. Ihre Entwürfe hatten sich gegen die Mitbewerber durchgesetzt.

1966 wurde die Von-Aychsteter-Grundschule gebaut. Seither haben sich die Ansprüche geändert, wie auch die Schülerzahlen. Heute reicht die Kapazität der Mensa nicht mehr aus, es fehlen Fachräume. An- und Umbauten Mitte der 70er Jahre verschachtelten das Gebäude zusehens. Im Rahmen des Gesamtkonzept Schule-Sport-Betreuung macht die Gemeinde jetzt Nägel mit Köpfen und geht das Problem an. Etwa 4,1 Millionen werden die Arbeiten an der Schule kosten: eine Erweiterung durch einen Neubau sowie Umstrukturierungsmaßnahmen im Bestand. Dreh- und Angelpunkt ist eine moderne Erschließungsspange, die beide Hauptbaukörper sowie das Treppenhaus verbinden soll. Für Barrierefreiheit sorgt hier unter anderem ein Aufzug. Darüber hinaus sollen, so Architektin Christine Peter, im Obergeschoss zwei Klassenräume geschaffen werden. „Im Untergeschoss entwickeln wir eine Fachklasse für Musik mit Nebenraum und Lagerfläche“, so die Planerin. Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) ist hier an der Münchner Straße eingeschult worden. 1967 war das. Bogner kennt hier jeden Winkel, weiß um die Probleme. Gerade deshalb schätzt sie das Konzept der Planer. „Man merkt, dass die Schulen bauen können“, lobt Bogner im Gespräch. Verwaltung, Schulleitung und Nachbarschaftshilfe taten das Ihrige und steuerten viele Anregungen bei.

Der Sauerlacher Gemeinderat ist derzeit engagiert mit dem Feinschliff beschäftigt. Rund 320 Buben und Mädchen besuchen die Schule, 14 Klassen gibt es. „Wenn wir das durchgezogen haben, ist das eine Super-Schule“, freut sich Barbara Bogner schon jetzt. Vor den Arbeiten selbst graust es der Rathauschefin. Immerhin gehen die Planer von einer 18-monatigen Bauphase aus. „Die Erweiterungsmaßnahmen finden bei laufendem Schulbetrieb statt, störende Arbeiten sollen nach Möglichkeit in den Ferien stattfinden“, erklärt Christine Peter. Im voraussichtlichen Zeitraum entsteht im Erdgeschoss eine unterkellerte Mensa mit bis zu 100 Plätzen. Auf einen Antrag von Andrea Killer (CSU) hin soll in diesem Bereich auf den Einsatz von Holz gesetzt werden. Mit 14:7-Stimmen stimmte der Gemeinderat dem zu. Um diese Entscheidung fundiert zu fällen, hatte sich der Gemeinderat zuvor bei Ortsbegehungen informiert und sich die Erweiterung der Grundschul-Mensa in Oberhaching sowie Klassenzimmer des Lise-Meitner-Gymnasiums Unterhaching angeschaut. Die Kosten für den Einsatz von Holz werden derzeit von den Planern kalkuliert. Geplant ist in diesem Bereich eine Aufwärmküche, die später zu einer Vollküche aufgerüstet werden könnte. Nach eingehender Beratung entschied sich der Gemeinderat darüber hinaus für ein begrüntes Flachdach mit Außenbewässerung in diesem Bereich. Weitere Planungen auf einen Blick: der Lehrer- und Verwaltungstrakt im Erdgeschoss wird größer und vom Zwischenbau hinter der Pausenhalle zum Haupteingang verlegt. Der Bereich der Mittagsbetreuung, bislang im Untergeschoss, wird vergrößert und kommt in den Zwischenbau hinter der Pausenhalle.

Weiterhin werden im Erd- und Obergeschoss vier Klassen im gebundenen Ganztag neu organisiert, erhalten je einen Gruppenraum. Letztlich soll auch das Raumangebot für Fachklassen neu organisiert und großzügiger werden. Derzeit arbeiten die Planer noch an einem Brandschutzkonzept. Sobald die Kosten ermittelt seien, werde das Ergebnis dem Gemeinderat zur Entscheidung bezüglich der weiteren Vorgehensweise vorgestellt. Auch müsse mit den Nutzergruppen noch ein Konzept zur Mehrfachnutzung der Fachräume, Pausenhalle und Mensa erarbeitet werden, erläutert Architektin Christine Peter.

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