Einst Gspusis, heute Ehepaare mit Musik im Blut

Sauerlach: „Gspusi-Musi“ lädt zum bayerischen Weihnachtskonzert mit Herz 

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Die „Gspusi-Musi“ Bernhard Reitberger, Bernhard Lederer, Thomas Hammer, Michael Reitberger, Regina Reitberger, Michaela Lederer, Christine Hammer (v.l.n.r)

Sauerlach – Einst waren die Sechs nur Freunde und Gspusis, seit Jahren nun drei brave Ehepaare. Heute wie damals verbindet sie eine Leidenschaft: die Volksmusik. Was sie waren, ist ihnen geblieben, zumindest dem Namen nach. Als „Gspusi-Musi“ haben sie sich mittlerweile über den Landkreis einen Namen gemacht. Die Vollblutmusikanten laden am Sonntag, 1. Dezember, an St. Andreas zur bayerischen Weihnacht.

Die Gspusi-Musi, das sind die Ehepaare Regina (30) und Bernhard (32) Reitberger, Christine (42) und Thomas (45) Hammer sowie Michaela (38) und Bernhard (44) Lederer. Letzteren kennen die Sauerlacher auch als ersten Vorsitzenden der örtlichen Musikschule. Ein Ehrenamt. Zusätzlich ist er im Vorstand des Oberlandler Gauverbands tätig – und von Beruf Bauingenieur. Auf einer Berghütte am Silvesterabend vor 13 Jahren fassten die drei befreundeten Paare den Entschluss, musikalisch einen gemeinsamen Weg einzuschlagen. Die Gspusi-Musi war geboren. 

Als Motor diente vermutlich auch die Tatsache, dass drei der Sechs Geschwister sind, nämlich Bernhard, Christine und Michaela. Sie touren seit 28 Jahren als „Geschwister Reitberger“ durchs bayerische Land und auch weiter. „Aber das machen wir alles neben unseren Hauptberufen“, erzählt Michaela Lederer, wie sie seit der Hochzeit heißt. Sie selbst unterrichtet als Lehrerin an der FOS in Holzkirchen Mathematik und Wirtschaftslehre. Kontrastprogramm zum musikalischen Leben.

Mit ihren beiden Geschwistern wuchs Michaela Lederer auf dem Diepolthofener Schrufhof (seit 1400) im Schrobenhausener Land auf. Über das Gstanzldichten kamen die Drei zur Musik. Mittlerweile gibt es Auftritte im Fernsehen, CDs und ein Liederbuch. Und wenn sich die Geschwister Reitberger dann noch die Ehepartner ins Boot holen – und damit zur Gspusi-Musi werden – versprechen ihre gemeinsamen Auftritte ein breitgefächertes Repertoire. „Wir spielen als Bläserquartett, gemischte Musi mit Akkordeon, Klarinette, Kontrabass und Harfe oder als Saitenmusi“, erklärt Bernhard Lederer. 

Darüber hinaus gäbe es einen Männer- sowie einen Frauendreigesang und einen kleinen sechsköpfigen Chor. Zu hören seien werden in St. Andreas im Herzen Sauerlachs festliche Musikstücke und traditionelle Lieder auch aus eigener Feder. „Mein Papa Michael liest dazu die Weihnachtsgeschichte, die er mit Gedanken zur Zeit ergänzt“, erzählt Tochter Michaela. Das Konzert dauert dabei eine gute Stunde. „In diesen 60 Minuten können die Besucher eine Auszeit vom Alltag nehmen, sich besinnen und die Seele baumeln lassen“, laden die Lederers ein – und freuen sich schon darauf, „viele bekannte und neue Gesichter zu sehen!“.

KRB

Das Konzert findet am Sonntag, 1. Dezember, um 14.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Andreas in Sauerlach statt. Einlass ab 14 Uhr. Nur Tageskasse, kein Vorverkauf. Acht Euro Eintritt. Etwa die Hälfte des Erlöses ist für den guten Zweck. KRB


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