Gemeinsam gegen den Flächenfraß

Sauerlach: Grünen stellen ihre Gemeinderatskandidaten für 2020 auf

Die Gemeinderatskandidaten der Grünen für die Kommunalwahl im März. Einen Bürgermeisterkandidaten gibt es nicht, auf den ersten Listenplatz ist Michaela Haas (2.v.l.) gesetzt.
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Die Gemeinderatskandidaten der Grünen für die Kommunalwahl im März. Einen Bürgermeisterkandidaten gibt es nicht, auf den ersten Listenplatz ist Michaela Haas (2.v.l.) gesetzt.

Sauerlach – „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“. Unter diesem Motto, dokumentiert auf einem Plakat, fand jüngst die Aufstellungsversammlung der Sauerlacher Grünen statt. 16 Stimmberechtigte hatten zu entscheiden, wer auf die Liste der Gemeinderatskandidaten 2020 kommt. Auf Platz 1 setzte sich Michaela Haas (58) durch. Einen grünen Bürgermeisterkandidaten gibt es nicht.

Etwa 30 Mitglieder und Sympathisanten waren ins Stüberl des Postwirts gekommen. Rege Betriebsamkeit an den langen Tischen. Wolfgang Büsch, seit Oktober Sprecher der Grünen, eröffnet schließlich den Abend (Sprecherin ist Josefa Böhling-Spinnler). Der 53-jährige Steuerberater gehört neben Axel Horn und Robert Spinnler derzeit zum Grünen-Trio im Gemeinderat.

In den letzten sechs Jahren hätte es da an Manchem gelitten, einiges sei aber auch gut gewesen, zog Büsch Bilanz. Gut gefallen habe ihm das fraktionsübergreifende Projekt am Rudolf-Diesel-Ring. „Dort sind Mehrfamilienhäuser mit 18 bezahlbaren Wohnungen entstanden“, so Büsch. Auch hätten sich die Grünen konsequent gegen die Ausweisungen mehrere Baugebiete ausgesprochen und den Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert.

„Aber auch für die neue Wahlperiode kündigen sich schon große Ziele an“, so der Sprecher. Dazu zählt der mögliche Bau eines Gymnasiums in Sauerlach, das Vorantreiben der Verkehrswende, der Kampf gegen den Flächenfraß. Die Gemeinderatskandidaten, die es damit aufnehmen wollen, präsentierten sich in Kurzportraits. Das Frauenstatut der Grünen, jeweils Mann und Frau im Wechsel aufzustellen, konnte ab Listenplatz 5 nicht mehr gehalten werden. Die Stimmberechtigten gestatteten die Abweichung von der Regel.

Unter dem Strich sind dennoch zehn Frauen gelistet. Das Küken hier ist mit nur 20 Jahren Lisa Pfefferseder auf Platz 10. Die ältesten Kandidaten sind mit 71 Lebensjahren der EDV-Marketing-Manager Wilfried Bernard und Edith Hofreiter als Ersatzkandidatin. Die Sauerlacherin ist die Mutter von Anton Hofreiter, dem Vorsitzenden der Grünen Bundestagsfraktion (mit Katrin Göring-Eckardt).

Die Kandidaten 

1. Michaela Haas (58), Verwaltungsangestellte; 2. Wolfgang Büsch (53), Steuerberater; 3. Heidrun Niedermaier (49), Sozialpädagogin; 4. Axel Horn (56), Solarthermie-Ingenieur; 5. Anton Pfefferseder (53), Elektrotechniker; 6. Roland Gruber (53), Software-Entwickler; 7. Robert Spinnler (62), Maschinenbau-Mechaniker; 8. Petra Büsch (47), Steuerfachangestellte; 9. Carl Schall (63), Geologe; 10. Lisa Pfefferseder (20), Psychologie-Studentin; 11. Hubertus Niedermaier (46), Soziologe; 12. Charlotte Quest (51), Studienrätin a.D.; 13. Prof. Dr. Klaus Linde (59), Allgemein-Mediziner TU-München; 14. Josefa Böhling-Spinnler (64), Krankengymnastin; 15. Wilfried Bernard (71), EDV-Marketing-Manager; 16. Julia Weber (22), Studentin Bildungswissenschaften; 17. Luiza Kufner (60), Kunsterzieherin; 18. Vera Linde (63), Sozialpädagogin; 19. Reinhard Mittelmaier (54), Verfahrenstechniker; 20. Anja Vogler-Matauschek (47), Sozialpädagogin; Ersatz 1: Sibylle Hennl (52), Verwaltungsfachangestellte; Ersatz 2: Reno Deitermann-Leupold (44), Ingenieur; Ersatz 3: Edith Hofreiter (71), Hausfrau; Ersatz 4: Peter Block (61), Werbe-Texter.

KRB

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