Weil d‘ Weiber oiwei ois wißn müaßn

Sauerlach: Bürgerstiftung lädt zu „Opern auf Bayrisch“ in die Mehrzweckhalle 

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Gerd Anthoff, Conny Glogger und Michael Lerchenberg (v.l.) erzählen den Zuschauern die Opernwelt auf Bayrisch.

Weil es so schön war und die Nachfrage so groß, kommt „Opern auf Bayrisch“ erneut nach Sauerlach. Mit tosendem Applaus hatte das Publikum bereits vor zwei Jahren diesen außergewöhnlichen Event quittiert. Dazu geladen hatte die Bürgerstiftung Sauerlach (BSS) anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens. 

Am 26. Oktober nun also die Fortsetzung mit Conny Glogger, Gerd Anthoff und Michael Lerchenberg mit neuem Programm in der Mehrzweckhalle. HALLO sprach mit Dr. Annette Kouba, Vorstand der Bürgerstiftung, über den Event, Erreichtes und zukünftige Ziele.

Wo liegt der Reiz dieser originellen Veranstaltung?

Man muss die Opern im Grunde nicht kennen. Es wird deren Thema aufgegriffen, Eifersucht oder Liebesdrama. Die Texte stammen vom Münchner Autor Paul Schallweg (* 1914, † 1998) und werden in Mundart von Gerd

Anthoff, Conny Glogger und Michael Lerchenberg amüsant vorgelesen. Dazu spielt das Ensemble die eingängigen Arien.

Heuer eine Wiederholung des Programms?

Nein, freilich eine amüsante Neuauflage mit drei weiteren Opern: „Der Lohengrin von Wolfratshausen – oder: Weil d‘ Weiber oiwei ois wißn müaßn“, „Aida – oder Das Liebesdrama am Nil“ und „Die Meistersinger von Miesbach – oder: Wia der Oberförster Stolz den Stadtschreiber Beck ausgstocha hat“. Dazu spielt das rund 16-köpfige Stammensemble unter der Leitung von Andreas Kowalewitz, mit Musik von Friedrich Meyer.

Der Auftakt einer kulturellen Serie?

Den Auftakt 2015 hatte die Cäcilienmesse von Gounod gebildet. Das war organisatorisch und finanziell schon ein Kraftakt. Kleinere Veranstaltungen werden zwischenrein organisiert, wie Lesungen oder das Weißwurstfrühstück für bedürftige Bürger am Heiligen Abend. Größere Kulturveranstaltungen planen wir regelmäßig alle zwei Jahre.

Was sind die Ziele der Bürgerstiftung von 2007?

In der BSS engagieren sich Sauerlacher, die sich für ihre Gemeinde stark machen, wo staatliche Mittel nicht zur Verfügung stehen. Etwa in der Förderung in der Jugend- und Altenhilfe, Kultur und Denkmalpflege, Brauchtum und freilich auch im Umwelt- und Naturschutz.

Welche Projekte sind derzeit am Laufen?

Unser Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Anträgen aus der Bevölkerung an uns. Heuer haben wir etwa 20.000 Euro an Zuschüssen geleistet. Wir fördern begabte Musiker an der hiesigen Musikschule, die Jugendarbeit unserer Sportvereine, erhalten ortsprägende Bäume mit unserem Projekt „Solitärbäume“. Für den geplanten Sauerlacher Tisch haben wir 5000 Euro Anschubfinanzierung eingeplant. Und noch vieles mehr.

Was wünscht sich die BSS, was bietet sie?

Wir wünschen uns Kontakt zu Bürgern, die ihre Ideen bei uns einbringen möchten. Was immer den Sauerlachern unter den Nägeln brennt, können sie an uns heran tragen. Wenn es von unseren Satzungszielen gedeckt wird, können wir fördern. Das ist unsere Aufgabe. Interessierte treffen uns am letzten Mittwoch jeden Monats im Postwirt Sauerlach ab 19 Uhr. Kontakt auch unter Telefon 08104/88 76 60 und www.buergerstiftung-sauerlach.de.

KRB

Tickets im Vorverkauf für „Opern auf Bayrisch“ am 26. Oktober, 20 Uhr, Mehrzweckhalle am Otterloher Feld, gibt es in Sauerlach für 25 Euro, ermäßigt 20 Euro in der Turm-Apotheke, Tegernseer Landstraße 8, Schreibwaren Rees, Bahnhofsplatz 7, und der Holzkirchener Bücherecke, Münchner Straße 40 in Holzkirchen, sowie unter www.muenchenticket.de.

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