Niedrige Erwartungen, hohe Motivation

Unterhachinger Volleyballer starten mit jungem Team und früherem Haching-Star in die Saison

Trainer Patrick Steuerwald beim Saison-Opening der Volleyball des TSV Unterhaching.
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Trainer Patrick Steuerwald beim Saison-Opening der Volleyball des TSV Unterhaching.

Unterhaching – Von der länderübergreifenden Kooperation zu den lokalen Helden – so sieht der Kurs der Volleyballer des TSV Unterhaching aus. Nach dem Gemeinschaftsprojekt der Alpenvolleys mit Innsbruck gehen die Hachinger nun wieder als eigenes Team in die neue Saison. „Das waren drei sehr spannende Jahre, aber jetzt sind wir froh, wieder alleine durchstarten zu können“, erklärt Bernhard Eiter, zuständig für das Marketing des Teams, im Rahmen der Saisoneröffnung vor knapp zwei Wochen.

 Er hoffe, dass die Begeisterung bei den Fans für die neue Saison mitgenommen werden kann – und sich vielleicht sogar steigert. Mit dem Slogan „local heroes“ möchte das Team seine lokale Verwurzelung und Verbundenheit hervorheben. „Wir wollen unterstreichen, dass es Jungs von uns sind, aus Unterhaching, eine echte Hachinger-Mannschaft“, verdeutlicht Eiter. 

Der Fokus aufs Lokale setzt sich nicht nur bei den Sponsoren des Teams fort, sondern auch im Trainerstab. Mit Patrick „Nano“ Steuerwald, der ab sofort an der Seite von Stanislav Pochop trainiert, kehrt ein altbekanntes Gesicht zum TSV Unterhaching zurück. Der ehemalige Nationalspieler holte einst mit Generali Haching zahlreiche Titel ein. Nach zuletzt Stationen in Frankfurt und Friedrichshafen lebt Steuerwald wieder in der Region. „München war immer meine Homebase“, erklärt er. 

Er hoffe auf einen Erfolg des Projekts und weiter im Trainerteam bleiben zu können. Dennoch wisse er um die schwierige Aufgabe für das Team. Die Mannschaft ist sehr jung und unerfahren, es gibt nur ein paar wenige Spieler mit Bundesliga-Erfahrung. „Man muss die Kirche im Dorf lassen“, meint Steuerwald zur Erwartungshaltung für die erste Saison. 

„Im best case schaffen wir es in die Playoffs“, so der ehemalige Nationalspieler. Wichtig sei ihm, dass die Spieler in jedem Match ihr Bestes geben. Besonders beweisen kann sich das Team gleich beim ersten Heimspiel: Da geht es am 25. Oktober gegen den Top-Club Berlin Recycling Volleys. „Das wird ein absolutes Highlight-Spiel. Da können die Jungs zum ersten Mal auch gegen eigene Vorbilder und Volleyball-Stars spielen“, so der Trainer. Nicht nur wegen des jungen Teams, auch wegen der aktuell schwierigen Lage aufgrund der Corona-Pandemie war die Entscheidung für die Erste Liga ein mutiger Schritt. 

„Aber wir sind fest davon überzeugt, dass die Erste Liga mehr Potenzial hat, die Menschen zu erreichen. Wir haben absolute Top-Spiele hier in Unterhaching“, erklärt Eiter. Alle im Team sind hochmotiviert – auch Roy Friedrich. Er ist mit 32 Jahren der älteste im Team. Eigentlich wollte er seine aktive Karriere beenden, doch das Projekt konnte ihn überzeugen. „Ich will den Verein unterstützen, damit sich das Team in den nächsten zwei Jahren etablieren kann. Die Altersstruktur ist sehr jung, aber das Potenzial ist da.“

Iris Janda

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