Vergleich mit Holzkirchen: Geplante Parkplätze werden reichen

Oberhaching legte jüngst die Planungleitlinien für den Schulcampus fest

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Der Gemeinderat Oberhaching legte in seiner letzten Sitzung Planungsleitlinien für die neue Real- und Fachoberschule fest.

Oberhaching – Die Bildung ist unser wichtigstes Gut. Darauf baut unsere Gesellschaft auf. Doch werden die Klassen immer größer, die Räume immer knapper. In Holzkirchen wurden beispielsweise Kinder aus der Stadt München bereits abgewiesen. Die Realschule in Holzkirchen nehme bereits zum kommenden Schuljahr keine Schüler mehr aus dem Landkreis München auf. Auch Taufkirchen verzeichnet bereits sehr hohe Schülerzahlen. 

Das Ministerium tendiere daher dazu, für die neue Schule in Oberhaching keine Vorläuferklassen in anderen Schulen einzurichten, sondern die beiden ersten Jahrgänge vorübergehend in Pavillons unterzubringen und schon einen Schulleiter zu bestellen. Neben der Realschule, die in der Gemeinde Oberhaching entstehen soll, soll auch eine Fachoberschule (FOS) ihren Platz auf dem Schulcampus finden. Die Überlegung steht im Raum, 24 Klassen in der Realschule einzufügen und Platz für 500 Schüler der FOS einzuräumen. 

Die Realschule soll vierzügig werden, wobei die Zweigwahl unter anderem bei Französisch liegen soll. Besonders ist, dass auch der Musikzweig zur Wahl stehen soll. Bei der Fachoberschule wird überlegt, den Zweig „Agrar, Biologie und Umwelt“ zu integrieren. Dies war gleich zu Anfang unter Punkt eins der Tagesordnung „Bericht Erster Bürgermeister“ durch Rathauschef Stefan Schelle (CSU) bekannt gegeben worden. Als es dann zu dem eigentlichen Tagesordnungspunkt über ging, wurden nun die einzelnen Planungsleitlinien besprochen, die für die Umsetzung der Schule infrage kommen würden. 

Derzeit wird nach einem Objektsteuerer gesucht. Ist dieser gefunden, erhält er die vom Bau- und Werksausschuss und Gemeinderat festgelegten Leitlinien. Der Standort der beiden Schulen soll westlich des Dei­senhofener Bahnhofs liegen. Dabei ist eine Unterführung angedacht, die nur für Radfahrer und Fußgänger geplant werden soll. Für Autos wäre die Befahrung der Unterführung nicht möglich, da der Bau, beziehungsweise die Umsetzung zu kompliziert wäre, gab Bürgermeister Stefan Schelle bekannt. „Wir setzen darauf,dass mehr Fahrrad gefahren wird“. 

Monika Straub (Grüne) erkundigte sich in diesem Zuge, ob die Deutsche Bahn die Kosten der Unterführung tragen wird. Schelle entgegnete: „Das war schon unsere Überlegung.“ Mit einem Lächeln fügte er hinzu: „Aber die Bahn sieht das anders.“ Das Thema Verkehr sorgte außerhalb der Sitzung bereits für viel Gesprächsstoff im Ort, da vermutet wurde, dass durch den Bau der beiden Schulen dieser extrem zunehmen würde. Schelle führte unter diesem Aspekt ein Gespräch mit dem stellvertretenden Schulleiter Holzkirchens. Dort gibt es 60 Lehrerparkplätze und 100 Parkplätze für die Schüler. 

Gleiches ist auch für den neuen Campus angedacht, denn Holzkirchen habe diese Anzahl vollkommen ausgereicht. Schelle verdeutlichte „Es ist zwar natürlich keine offizielle Statistik, aber auch Oberschleißheim hat ähnliche Zahlen“. Schelle glaube nicht, dass die Anfahrt primär mit dem Auto erfolge, zumal die meisten Schüler noch nicht volljährig sind. Viele der FOS-Schüler kämen direkt von der Realschule und würden meist erst zur Prüfungszeit volljährig. Selbst dann, so zeige es die Erfahrung, würden sich viele Fahrgemeinschaften gründen. Schüler aus dem Landkreis würden auf den ÖPNV zurückgreifen. 

Gleiches gelte für die Kinder aus der Stadt. Für diejenigen, die weitere Wege zurückzulegen haben, würden die Parkplätze allemal reichen – so zeige es die Erfahrung. Angedacht seien die 100 Parkplätze für die Schüler in der Tiefgarage. Die 60 Parkplätze für die Lehrer auf der Oberfläche. Marcus Franklin von der Vereinigten Freien Wähler Oberhaching (VFWO) war es wichtig, bei den Stellplätzen auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu berücksichtigen – Sowohl unter- als auch oberirdisch. Die Planungsleitlinien stehen also fest. Der Süddeutschen Zeitung ist zu entnehmen, dass der Campus nahe dem Bahnhof Deisenhofen, bis zum Schuljahr 2024/2025 fertig gestellt sein soll. 

Melanie Schröpfer

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