Oberhachinger Schüler im Gemeindegebiet unterwegs

Die Geschichten der Bäume

So sehen Baumdetektive aus: Schüler des Oberhachinger Gymnasiums sind derzeit auf der Suche nach besonders alten Bäumen.
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So sehen Baumdetektive aus: Schüler des Oberhachinger Gymnasiums sind derzeit auf der Suche nach besonders alten Bäumen.

Schüler des Oberhachinger Gymnasiums sind derzeit auf der Suche nach besonders alten Bäumen im Gemeindegebiet. 

Nein, es sind nicht Postmänner oder Postfrauen, es sind auch keine betrügerischen Gasableser, wenn in den nächsten Wochen bis voraussichtlich 1. März 2022 junge Erwachsene an der Haustüre klingeln: Schüler des Oberhachinger Gymnasiums machen die Runde im Gemeindegebiet und halten in den Gärten Ausschau nach besonderen, alten Bäumen. Entdecken sie außergewöhnliche Exemplare, fragen sie an, ob sie den Baum vermessen dürfen. Hintergrund der Aktion: Das P-Seminar Geografie des Oberhachinger Gymnasiums kooperiert mit der Aktion „Alte Bäume in Oberhaching“, die in diesem Sommer gemeinsam von der ISUS Stiftung, dem Verkehrs- und Gartenbauverein Oberhaching und dem Bund Naturschutz, Ortsgruppe Oberhaching, gestartet wurde. Ziel der Aktion ist es, alten Baumbestand in Oberhaching zu dokumentieren, um ihn dauerhaft zu erhalten. In einer interaktiven Karte sollen die Bäume markiert und abrufbar werden, die ganz besonderen Bäume werden fotografiert und später in einer Ausstellung präsentiert.

Alte Bäume bieten viele ökologische Vorteile: Ein einziger alter Baum kompensiert den CO2-Ausstoß von fast drei Einfamilienhäusern, produziert Sauerstoff für zehn Menschen, filtert mit etwa 15.000 Quadratmetern Blattoberfläche rund 35.000 Kubikmeter Luft pro Tag und reduziert Feinstaub, Pollen und Bakterienbelastungen. Damit sorgen solche Bäume für eine vielfach bessere Lebensqualität in bebauten Räumen, so die einhellige Meinung der Fachwelt.

„Aufgabe der Schüler im P-Seminar ist es, besondere, erhaltenswerte Bäume aufzuspüren und in einer interaktiven Karte zu dokumentieren“, erklärt Kerstin Scheller, die das P-Seminar leitet.

Ulrike Sauer von der ISUS-Stiftung freut sich über die Kooperation und bittet um Unterstützung: „Bitte unterstützen Sie die Gymnasiasten bei ihrer Arbeit, wenn Sie bei Ihnen anfragen. Wenn Sie Rückfragen zur Aktion ,Alte Bäume‘ haben, können Sie sich jederzeit gerne an die ISUS Stiftung wenden. Die jungen Leute werden eine Bescheinigung mit sich führen, die sie als Teilnehmer des P-Seminars ausweisen.“

Was passiert bei der Vermessung der Bäume: Ein wichtiges Auswahlkriterium für die Bäume ist deren Stammumfang. Deshalb benötigen die Schüler den Zutritt zu den Bäumen, um deren Stammumfang genau zu bestimmen.

Sie benötigen dazu nichts weiter als ein Maßband, das sie mit sich führen. Außerdem werden die Schüler einige wenige Fragen an die Baumbesitzer richten, etwa nach der Baumart, ob bekannt ist, wann der Baum gepflanzt wurde oder ob es vielleicht besondere Geschichten zu dem Baum gibt.

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