Investition in die Kleinen

Oberhachinger Kindergarten wird von Gemeinde mitfinanziert

Kind im Kindergarten schaut durch Fernrohr.
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Die Gemeinde Oberhaching investiert mit 4,5 Millionen Euro in den Neubau des Kindergartens St. Bartholomäus. In dem Vorhaben soll die Kindertagesstätte mit dem Familienzentrum und dem Pfarrheim verbunden werden.

In Oberhaching wurde im Sommer dieses Jahres schon darüber abgestimmt, das Projekt, in dem Kindertagesstätte, Familienzentrum und Pfarrheim miteinander verbunden werden sollen, finanziell nicht zu tragen. Nun aber konnte ein Kompromiss gefunden werden, mit dem alle Beteiligten froh sind. Die Gemeinde unterstützt das Vorhaben mit 4,5 Millionen Euro.

Oberhaching - In Oberhaching ist der Neubau der Kindertagesstätte St. Bartholomäus geplant. Im Sommer dieses Jahres lehnte der Gemeinderat eine Beteiligung an den Kosten noch ab. Nun aber konnte ein Kompromiss gefunden werden. Die Gemeinde beteiligt sich zu 60 Prozent an den Kosten, jedoch nicht mehr als mit 4,5 Millionen Euro.

Eigentlich wären sechs Millionen Euro auf die Gemeinde zugekommen – Geld, das für den Neubau des Kindergartens dringend nötig wäre. Warum aber schnellen die Kosten, im Vergleich zu anderen Kindergärten so in die Höhe? Jan Anders vom Baumamt Oberhaching erklärt: „Wir haben einen Kostenvergleich aus diversen Kindergärten erstellt und haben uns angesehen, warum St. Bartholomäus um 30 Prozent teurer ist.“

Die Antwort liege im Raumkonzept. Beispielsweise gebe es mehr Treppenhäuser und zwei Aufzüge. „Alles ist sehr großzügig. Für die Kinder ist das sicher sehr schön – aber daher kommen eben die hohen Kosten.“

Die Idee des Projektes ist, die Kindertagesstätte mit dem Familienzentrum und dem Pfarrheim zu verbinden. Insgesamt seien auch beide Seiten – das Ordinariat und die Gemeinde – für die Verwirklichung dieses Projektes. So trafen sich Vertreter der Gemeinde und des Erzbischöflichen Ordinariats für Gespräche, um zu sehen, wie das Vorhaben umzusetzen sein könnte.

Rasch sei klar gewesen, dass eine Neuplanung sowohl zeitlich als auch im Hinblick auf die Kosten unsinnig wäre. Ein Kompromiss musste getroffen werden: Die Gemeinde würde sich zu 60 Prozent am Neubau der Kindertagesstätte, mit vier Gruppen und zwei Hortgruppen an den Kosten beteiligen. Insgesamt aber will die Gemeinde nicht mehr als 4,5 Millionen Euro investieren. In der Gemeinderatssitzung sagte Bürgermeister Stefan Schelle: „Der Kindergarten ist es uns definitiv wert, wir können uns schön durchringen sie zu subventionieren.“ Dies bekräftigte der Gemeinderat mit einem einstimmigen Abstimmungsergebnis.

Melanie Schröpfer

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