Brandschaden bei den Burschen

Oberbiberger Burschen-Hütte zur Hälfte abgebrannt

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Die Hütte der Burschen steht noch zur Hälfte. Eine Plane auf dem Dach soll vor weiteren Schäden durch Regenfälle schützen.

Oberhaching / Oberbiberg – Vergangene Woche kam es zu einem Brand im Oberhachinger Ortsteil Oberbiberg. Vollständig abgebrannt ist eine Feldscheune. Die Flammen gingen auch auf die Hütte des Burschenvereins über. Nun versuchen die Burschen zu retten, was noch zu retten ist. In der Nacht vom vergangenen Mittwoch auf Donnerstag entdeckten Anwohner einen Feuerschein im Ortsteil Oberbiberg der Gemeinde Oberhaching. Betroffen war eine Feldscheune, die vollständig niederbrannte. 

Die Flammen griffen auch auf die angrenzende Hütte des Oberbiberger Burschenvereins über. Die Polizei ging nach mehreren Bränden im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und München von einem Zusammenhang zwischen den Vorfällen und somit von einer Brandstiftungsserie aus. 

Wie die Beamten bekannt gaben, wurde ein 47-jähriger Mann als Tatverdächtiger gestellt und vergangenen Donnerstag verhaftet. Der Burschenverein Oberbiberg steht nun dennoch vor einem Problem, wie der Vorsitzende Lucas Schmid berichtet: „Nächstes Jahr haben wir den Maibaum. Im abgebrannten Feldstadl lag immer der Maibaum drin. 

Jetzt müssen wir überlegen, ob es Sinn macht, einen neuen, provisorischen Unterstand zu bauen, oder die alte Scheune wieder herzurichten.“ Denn ob die abgebrannte Scheune mit vereinten Kräften der Burschen vollständig wieder aufgebaut werden kann, muss erst noch geprüft werden. „Wir wissen nicht, wie viele Leute gleichzeitig wegen der Corona-Regelungen arbeiten dürfen“, erzählt der 23-jährige Schmid. 

Nun stünden Gespräche mit der Versicherung an, denn noch wisse niemand, wie hoch die Rauchbelastung in der noch zur Hälfte stehenden Hütte tatsächlich ist. „Bei zu viel Rauch, muss die Hütte komplett entkernt werden“. Die Hälfte der Hütte, in der sonst die Burschen beisammen saßen, ist schwer beschädigt. „Aber sie steht noch“, sagt Schmid. 

Im letzten Eck jedoch ohne Dachstuhl. Dieser ist jetzt mit einer Plane abgedichtet, um bei regen einen noch größeren Schaden zu verhindern. Der Vorstand der Burschen will sich nun auch mit einem Schreiner und einem Zimmerer in Verbindung setzen, um zu prüfen, welche tragenden Teile der Hütte betroffen sind, denn auch die Hinterwand ist zur Hälfte beschädigt. So zerstört die Hütte auch ist, das meiste an Inventar hat den Brand unversehrt überstanden.

„Wir haben, nachdem das Feuer gelöscht war, die alten Maibaumbücher herausgeholt, die konnten gerettet werden. Manche haben einen leichten Brand- und manche einen Wasserschaden – vom Löschwasser“. Beim Fernseher und der Musik­anlage muss überprüft werden, ob beide noch funktionieren. Trotz der Tragik gibt es einen Lichtblick: Die Anteilnahme der Nachbarn ist sehr groß. So wollen auch diese den Burschen helfen, wo sie nur können und bieten ihre Lader an. Hilfe, die die Burschen gut gebrauchen können, damit im nächsten Jahr der Maibaumwache nichts im Wege steht. 

Melanie Schröpfer

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