Aufstellen zentraler Plakatwände bei Kommunalwahlen in Unterhaching abgelehnt

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BRK Deisenhofen zeigt in kostenlosem Kurs Anwendung von Defibrillatoren

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Die, ohne die nichts geht

Neuzugang bei den AlpenVolleys Unterhaching

Wie führt man eine Fernbeziehung? Was braucht es, um 150 Kilometer zu überwinden? Constanze Wolf sieht, was sie tun kann. Seit Juli lässt die neue Event- und Administrationsmanagerin der AlpenVolleys Unterhaching, dem ersten deutsch-österreichischem Team in der Volleyball-Bundesliga, Landesgrenzen verschmelzen. Jeden Arbeitstag vermittelt sie aufs Neue zwischen dem TSV Unterhaching und dem Hypo Tirol Volleyballteam Innsbruck.

Rein zufällig kam die sportliche Liaison aber nicht zustande. Neben dem Geschick am Netz verbindet die bunt gemischten Erstligisten schließlich auch ihr uriges Kulturgut. „Zugegebenen: Unterhaching und Innsbruck liegen nicht gerade ums Eck. Doch so weit sie auf der Karte auch auseinanderliegen, so nah sind sie kulturell beieinander. Die Alpen, Skifahren, Klettern, Wandern, diese Gemütlichkeit, dieses Heimatgefühl – da geben sich Bayern und Tirol die Hand.“ Fast schwärmerisch klingt die frisch gebackene AlpenVolleys-Funktionärin, als sie von der österreichisch-bayerischen Heimatverbundenheit erzählt. 

Doch wie bringt sie diese Heimatverbundenheit nun aufs Feld? Ein eigener Vereinssong muss her. „Wir schreiben Geschichte“ von Komponist und Sänger Thomas Elzenbaumer sorgt für rhythmischen Wiedererkennungswert. An den optischen Wiedererkennungswert hat die Romanistin auch schon gedacht: „Unser Geheimnis ist die Hallendekoration. Nicht aber irgendeine. Ein roter Faden muss her. Und wie ginge das besser als mit verschiedenen Spieltagsmottos wie Oktoberfest, Weihnachten oder Fasching? „Mit viel Liebe zum Detail lassen wir Fans und Spieler vergessen, ob sie in Unterhaching oder in Innsbruck sind.“ Besonders heimelig wird es in der VIP-Lounge. „Hier zieht der Hüttenzauber ein. Eine ausgeprägte Après-Ski-Kultur gibt es ja sowohl in Bayern als auch in Tirol“, sagt Wolf und lacht. Und damit der Spielzauber nach Abpfiff nicht gleich wieder verfliegt, wurde eigens das weiß-blaue Fanshirt „Gipfelstürmer“ mit Alpenmotiv designt. Wörtlich nehmen darf man das Motto aber natürlich nicht: „Berggipfel stürmen wir zwar nicht, dafür aber den Ligagipfel.“ Bis es so weit ist, müsse aber noch fleißig an der Fernbeziehung mit den Innsbrucker Kollegen gefeilt werden. „Manchmal lassen sich die 150 Kilometer dann doch nicht mehr per E-Mail oder Telefon überbrücken. Irgendwann brauch ich einfach ein Gesicht vor mir. Zum Glück haben wir einmal im Monat ein Teammeeting in Innsbruck. Dann klappt‘s auch besser mit der Kommunikation“, verrät die sportbegeisterte Eventmanagerin. Denn sie ist der festen Überzeugung: „Da geht noch was! Irgendwann gibt es die 150 Kilometer nur noch auf der Landkarte, nicht aber im Herzen!“

In Unterhaching scheint das Marketing zumindest schon mal aufzugehen. Die 1500 Hallenplätze sind fast immer ausverkauft. Nur Innsbruck macht Pressesprecher Christian Sigl noch Sorgen: „Von 4000 Plätzen sind bisher nur zwischen 1700 und 2500 belegt. Das ist im Vergleich zu den letzten Jahren zwar schon mal eine Steigerung um 200 Prozent, da ist aber noch Luft nach oben. Spätestens 2020 wollen wir volle Hütte!“

Alexandra Kraus 

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