Neuer Ausbildungskurs zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter im Landkreis

Hilfe bis zum Schluss

Betreuung Sterbender in Pflegeheimen verbessern
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Zeit schenken, Trost spenden, Geborgenheit leisten: Die Aufgaben eines Hospizbegeleiters sind vielschichtig.

Etwa 400 Menschen arbeiten derzeit als ehrenamtliche Hospizbegleiter. Für alle, die sich auch als Hospizbegleiter engagieren möchten, findet im November ein Ausbildungskurs statt. Im Vorfeld des Kurses gibt es am Mittwoch, 26. Oktober, in Oberhaching einen allgemeinen Infoabend.

Nach langer schwerer Krankheit wartet der Tod. Um die letzte Zeit der Menschen so angenehm wie möglich zu machen, stehen ihnen Hospizbegleiter bei. Sie begleiten betroffene Familien, indem sie als Gesprächspartner zur Verfügung stehen, Angehörige unterstützen und entlasten. Sie schenken ihre Zeit, spenden Trost und Geborgenheit und leisten zudem wichtige Hilfe im Alltag.

Um die ehrenamtlichen Helfer auf diese verantwortungsvolle Aufgabe bestmöglich vorzubereiten, startet am 18. November in Pullach erneut ein landkreisübergreifender Ausbildungskurs.

Um zu wissen, was einen als Hospizbegleiter erwartet, finden im Vorfeld Infoabende statt. Der nächste Termin findet am Mittwoch, 26. Oktober, um 17.30 Uhr im Zentrum für Ambulante Hospiz- und Palliativversorgung, Innerer Stockweg 6 in Oberhaching, statt.

„Die meisten Hospizbegleiter sind wöchentlich für ein bis vier Stunden im Einsatz. Jede Begleitung ist aber sehr individuell und immer abhängig von der betroffenen Familie und vom Ehrenamtlichen selbst. Es muss für beide Seiten passen“, erklärt Mechtild Reinhardt, hauptamtliche Koordinationskraft und Einsatzleitung im Hospizverein Isartal.

Eine der beiden Referentinnen des Kurses ist Brigitte Schmitt-Hausser, Krankenschwester, Palliative-Care-Pflegefachkraft und Supervisorin. Sie hat den Kurs bereits mehrfach geleitet und klärt gerne über die Kursinhalte auf, die sich am Standard des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands orientieren: „Der Kurs ist dazu da, die Helfer auf ihr Ehrenamt vorzubereiten – das reicht von verschiedenen Kommunikationsformen über Biografie-Arbeit bis hin zu den wichtigsten Erkrankungen und typischen Symptomen. Wir wollen aus den Hospizbegleitern keine Ärzte oder Pflegekräfte machen, aber sie sollen erfahren, was sie in ihrem Ehrenamt erwarten kann.“ Besonders spannend sei auch, welche Erfahrungen die Teilnehmer in den Kurs mit bringen würden. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Einstellungen zum Thema Sterben und Tod sei ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Vorbereitungskurses. „Es liegt uns auch sehr am Herzen, dass die Hospizbegleiter lernen, eigene Grenzen zu erkennen. Wenn die Ehrenamtlichen keine Grenzen setzen können und sich am Ehrenamt aufarbeiten, nützt das niemandem etwas.“, so Schmitt-Hausser.

Die Palliativ-Expertin weiß außerdem die Chance der landkreisübergreifenden Ausbildungskurse zu schätzen: „Die meisten Hospizdienste im Landkreis München könnten keine eigenen Ausbildungskurse stemmen. Wir sind sehr froh und dankbar, dass das Landratsamt München auch dieses Jahr wieder den landkreisübergreifenden Ausbildungskurs finanziert.“

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