Sporteln am Rodelberg

Neue Outdoor-Fitnessgeräte in Unterhaching 

Outdoor-Fitnessgerätschaft in Unterhaching
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2017 wurden in Unterhaching die Calisthenics-Sportgeräte im Landschaftspark eingeweiht. Im kommenden Jahr soll es eine zusätzliche Anlage am Rodelberg geben.

Was machen, wenn Sportvereine und Fitnessstudios geschlossen sind? In Unterhaching können die Bürger an den Outdoor-Fitnessgeräten trainieren. Zukünftig soll es diese noch an einem weiteren Standort geben.

Unterhaching - Unterhachinger können sich im kommenden Jahr auf zusätzliche Möglichkeiten zum Sporteln im Freien freuen. Auf Antrag der SPD-Fraktion vom August diesen Jahres sollen weitere Outdoor-Fitnessgeräte aufgestellt werden. Bereits seit 2017 gibt es eine solche Body-Weight-Station im Landschaftspark, nun soll sie durch eine weitere an der Rodelberganlage ergänzt werden.

Als weitere Möglichkeit stand außerdem der Standort im Bereich von Fußballplatz und Beach­volleyballanlage zur Debatte. Dieser könne durch niedrige Sträucher vom Weg abgegrenzt werden. Kritisch sah die Verwaltung dagegen eine Anlage im Bereich des Pavillons. Dort komme es immer wieder zu Vermüllung und Glasscherben durch nächtliche Partys. Es sei zu befürchten, dass dadurch die Sicherheit der Sportgeräte beeinträchtigt wird. Weiter entfernt vom Pavillon seien wiederum die Auslaufzonen der Rodelhügel.

Bei der Rodelberganlage neben den Plätzen des TSV Unterhaching gibt es diese Konflikte nicht. Dort bietet sich der Standort nördlich der Baumgruppe am Spielplatz auch aus einem anderen Grund an: Die Baumgruppe sowie die Bäume von der Allee spenden zumindest teilweise Schatten.

Die Anlagen kosten zwischen 30.000 und 50.000 Euro und seien damit relativ teuer, wie Verwaltungsmitarbeiter Stefan Lauszat verdeutlichte. „Die Anlagen müssen Vandalismus-sicher sein und auch viel Gewicht aushalten können“, erklärte er den hohen Preis. Für das kommende Haushaltsjahr sei daher nur einer der beiden Standorte umsetzbar.

„Unsere Fraktion ist sehr dafür“, begrüßte Grünen-Sportbeauftragter Max Heiland den SPD-Antrag. Seiner Meinung nach sei der Standort am Rodelberg geeigneter im Landschaftspark. Er bat darum, dass bei der Umsetzung auf einen ökologisch sinnvollen Bodenbelag geachtet wird. Außerdem wollte er wissen, ob die Anlage nicht auch im Ortspark aufgebaut werden könne. Das erweise sich allerdings als weniger geeignet. „Im Ortspark müssten wir in den Bolzplatz eingreifen oder auf den Festplatz“, meinte Lauszat.

SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Wöstenbrink bedankte sich für die schnelle Bearbeitung des Antrags. Gerade in der jetzigen Zeit, wo Sportvereine und Fitnessstudios geschlossen sind, könnte den Bürgern so ein Ausgleich zur Arbeit im Homeoffice geboten werden. Seine Fraktion bevorzuge ebenfalls wegen der schattigen Stelle den Standort am Rodelberg. Auch die CSU lobte den SPD-Vorstoß: „Das ist ein super Antrag, eine super Idee. So schaffen wir etwas für die Bürger“, erklärte Korbinian Rausch. Die Christsozialen sprachen sich ebenfalls für den Aufbau am Rodelberg und einen ökologischen Bodenbelag aus.

Ob der Kosten wollte FDP-Fraktionsvorsitzender Peter Hupf­auer genaueres zur Auslastung der bestehenden Anlage wissen. „Wie gut wird das angenommen?“, fragte er. „Die Auslastung ist relativ gut. Wenn der Außendienst unterwegs ist, sind da immer so fünf bis sechs Leute“, erklärte Lauszat. Ein anderes Indiz spreche außerdem für den regen Betrieb: „Immer wenn etwas an der Anlage kaputt ist, wird das super schnell bei uns gemeldet.“

Das Gremium folgte einstimmig dem Beschlussvorschlag, im kommenden Haushaltsjahr für den Bau der Outdoor-Sportgeräte an der Rodelberganlage 50.000 Euro einzuplanen.

Iris Janda

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