Im glänzenden Roten schnell mal zu Ikea

Münchner Carsharing-Modell „Stattauto“ jetzt auch in Taufkirchen

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Bürgermeister Ullrich Sander (links) und Markus Lange-Stuntebeck, Leiter des Münchner Carsharing Unternehmens „Stattauto“.

Rein in die Stadt, raus aus der Stadt. S-Bahnfahrer wissen, wie kompliziert es sein kann, wenn man nur ein paar Stationen von einer Landkreisgemeinde in die andere fahren will. Das neue Carsharing-Model am Taufkirchner Bahnhof könnte da Abhilfe schaffen.

Frisch poliert und in sattem Rot steht der Toyota Yaris mit dem Logo „Stattauto“ am Taufkirchner Bahnhof und wartet auf seine Fahrer. Ob schnell mal zu Ikea, zur Jochen Schweitzer Arena oder gar für zwei Wochen an den Gardasee. Das „Stattauto“ in Taufkirchen ist bereit. „Endlich“, sagt Bürgermeister Ullrich Sander, als er die Plakette abdeckt, die den zukünftigen Heimatparkplatz des Carsharing-Autos kennzeichnet. 

„Ich wollte schon lange ein Carsharing-Modell in Taufkirchen haben.“ Es habe aber gedauert, bis sich ein passender Anbieter gefunden hat. „Darum bin ich froh, dass es jetzt endlich konkret geworden ist“, sagt Sander. Denn gerade der Ikea oder die Jochen Schweizer Arena sind Hot Spots in Taufkichen, die oft angefahren werden. Mit dem Bus oder der S-Bahn komme man zwar auch voran, aber gerade abends, wenn die Öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr so regelmäßig fahren, haben die Leute Probleme nach Hause zu fahren. „Gerade mit der S-Bahn tritt man schon mal eine Weltreise an, da man zunächst in die Stadt rein bis zum Ostbahnhof fahren muss, um dann mit einer anderen S-Bahn wieder raus in eine andere Landkreisgemeinde zu fahren.“ Das soll mit dem Carsharing-Auto bequemer laufen. 

So der Plan. Das Carsharing-Modell von „Stattauto“ gibt es seit 1992, vorwiegend in der Münchner Innenstadt. Und so langsam breitet es sich auch im Landkreis aus. Zwei Autos stehen mittlerweile in Ottobrunn, eins in Unterhaching und sogar vier in Haar. In der Regel stehen sie an den Parkplätzen der S-Bahnhöfe. Dorthin müssen sie auch nach der Verwendung vom Fahrer zurückgebracht werden. Denn im Gegensatz zu anderen Carsharing-Unternehmen haben die „Stattautos“ ihre festen Heimatplätze. Die Anmeldung läuft über eine App auf dem Handy oder über die Webseite www.stattauto-muenchen.de. Nutzer müssen sich zunächst dort registrieren und im Rathaus ihren Führerschein vorzeigen. 

Anschließend bekommen sie die Zugangsdaten und den Pin und können damit das Auto buchen. Auf der Website kann man einsehen, zu welchen Zeiten das Auto gebucht werden kann. Die Kosten hängen davon ab, wie viele Kilometer gefahren werden und wie lange der Fahrer das Auto nutzen möchte. Für eine Fahrt vom S-Bahnhof zum Ikea etwa würden man 10,80 Euro bezahlen, wenn das Auto für drei Stunden gebucht wurde. „Wenn das Angebot gut angenommen wird, soll der Fuhrpark um weitere Autos aufgestockt werden“, sagt der Bürgermeister. So könne sich schon etwa Ende April der Dienstwagen der Gemeinde am Wochenende und nach Feierabend zu dem rot glänzenden Yaris dazu gesellen.

lw

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