Kleinkunst auf der Massl-Maker-Bühne in Deisenhofen

Das Sprungbrett für Kunst aus dem Alltag

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Werner Reischl bietet Künstlern eine Auftrittsgelegenheit auf seiner Kleinkunstbühne in Deisenhofen, ob Newcomern und bekannten Künstlern.

Monat für Monat lädt Werner Reischl Künstler ein, auf der Kleinkunstbühne „Massl-Maker“ im Deisenhofener Gasthof Weißbräu am Hubertusplatz 5 aufzutreten. SeinKonzept: Sechs Künstler aus verschiedenen Genres unterhalten das Publikum in einer Mix-Show.

Die positive Stimmung zwischen Künstlern und Publikum, die ist es, die Werner Reischl als Organisator der Kleinkunstbühne „Massl-Maker“ in Deisenhofen seit nunmehr zwei Jahren glücklich macht. „Es ist einfach schön als Veranstalter zu beobachten, wie die Zuschauer unter anderem auch junge Künstler mit noch nicht so viel Bühnenerfahrung empfangen“, sagt Reischl. Seit Februar 2017 treten monatlich Künstler auf der Deisenhofener Kleinkunst- bühne des Erdingers Werner Reischl auf. „Meine Anfangs-Idee, vor allem Künstlern, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, eine Bühne zu bieten, hat Laufen gelernt“, sagt Reischl. Und neben den Newcomern konnte er sich über bekannte Gäste wie Radio- Moderator und Kabarettist Matthias Matuschik oder Angela Ascher, das Ilse-Aigner-Double vom Münchner Nockherberg, freuen.

Vom Clown bis zum Zauberer

Sechs Künstler in einer Show Ob Kabarettist, Clown, Singer-Songwriter oder wie nun bei der nächsten Veranstaltung am Freitag, 18. Januar, ein Zauberer — für sechs Künstler pro Mix-Show entscheidet sich Reischl. „Für das Publikum ist das spannend, denn mit Künstlern aus unterschiedlichen Genres fällt der Abend sehr abwechslungsreich aus.“ Und selbst wenn ein Zuschauer mit einem der Künstler persönlich nichts anfangen kann, so ist der Abend nicht gelaufen: „Denn er weiß, dass spätestens nach 20 Minuten der nächste Künstler auftritt“, sagt der Kleinkunst-Show-Veranstalter. Reischl selbst wisse manchmal nicht so genau, wie sich der einzelne Auftritt entwickelt. „Bewusst schaue ich mir vorab keine Youtube-Videos der Künstler an. Es ist schwer, sich anhand von kurzen Filmen ein Urteil zu bilden und außerdem geht es ja nicht nur um meinen persönlichen Geschmack.“ Etwa ein Jahr im Voraus steht die Planung. „Mittlerweile ist die Kleinkunstbühne sehr beliebt und anerkannt“, freut sich Reischl. „Es besteht somit eine große Nachfrage, bei uns aufzutreten.“ In Kontakt tritt Reischl mit den Kabarettisten oder Musikern in geschlossenen Facebook-Gruppen. „Ich poste den Termin und die Künstler schicken mir ihre Bewerbungen“, erzählt er. In zwei Jahren haben somit an die 100 Künstler im Weißbräu ihr Können präsentiert. Werner Reischl weiß aber auch, warum sein Konzept der Kleinkunstbühne so gut aufgeht: „Mit Manuel Contreiras habe ich einen Wirt gefunden, der voll dabei ist. Er unterstützt mich nicht nur ideell, sondern auch monetär, indem er sich um die Verpflegung der Künstler kümmert. Außerdem hilft er mir, die Bühne auf- und abzubauen.“ Dem Wirt des Weißbräu hat Reischl auch den Kontakt zu Monika Waschin, der Vorsitzenden des Oberhachinger Kulturvereins zu verdanken. „Mit Monika Waschin habe ich jemanden an meiner Seite, der in der Gemeinde verwurzelt ist und für mich, der ja in Erding wohnt, regional als Fürsprecherin auftritt“, so Reischl. Die Kulturverein-Vorsitzende sei ihm vor allem bei der Plakatierung auf den regionalen Infotafeln eine „enorme Hilfe“. Deisenhofen sei überdies der ideale Veranstaltungsort. „Am Stadtrand gelegen, aber dennoch mit S-Bahn-Anschluss. Außerdem ein Ort mit einer komplett eigenen Identität“, so Reischl und fügt hinzu: „Und die Künstler schätzen es sehr, dass sie anders als bei einer Münchner Bühne nicht in Konkurrenz mit anderen großen Veranstaltungen treten.“ Denn so kann Kleinkunst das bleiben, was sie für Werner Reischl schon immer war: „Das Sprungbrett für Kunst aus dem Alltag.“

Verena Rudolf

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