Mann setzt Tierabwehrspray ein

Maskenstreit am Bahnhof Taufkirchen eskaliert

Leuchtendes Blaulicht auf einem Polizeiauto.
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Am Freitag gerieten am Bahnhof Taufkirchen zwei Männern wegen eines falsch getragenen Mund-Nasen-Schutzes aneinander.
  • vonIris Janda
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Weil ein Mann seine Mund-Nasen-Bedeckung nicht richtig aufgesetzt hat, kam es in Taufkirchen zu Beleidigung und einer Auseinandersetzung, bei der ein Tierabwehrspray eingesetzt wurde.

Am S-Bahnhaltepunkt Taufkirchen kam es am vergangenen Freitag in der Früh nach einem verbalen Streit in der S3 Richtung Holzkirchen zu körperlichen Attacken sowie zum Einsatz eines Tierabwehrsprays.

Gegen 8.45 Uhr war die Bundespolizei über eine körperliche Auseinandersetzung am S-Bahnhaltepunkt Taufkirchen verständigt worden. Bei der Sachverhaltsaufnahme stellte sich heraus, dass ein 47-Jähriger von einem 49-Jährigen in der S-Bahn wegen einer nicht ordnungsgemäß benutzten Mund-Nasen-Bedeckung „angesprochen“ worden war. In dessen Folge soll es auch zu Beleidigungen gekommen sein.

Der 49-Jährige war in Giesing in die S-Bahn eingestiegen und las Zeitung als ihm vor dem Bahnhof Taufkirchen ein 47-jähriger Mann aufgefallen war. Dieser hatte seine Mund-Nasen-Bedeckung unter der Nase sitzen. Der 49-Jährige soll ihm mit einer Geste (den Mann ansehend, sich selbst an die Maske fassend), bedeutet haben, er möge die Maske ordnungsgemäß auch über die Nase aufsetzen.

Der 47-Jährige aus Haidhausen reagierte darauf aber nicht, sondern stieg beim Halt in Taufkirchen aus. Der Giesinger folgte ihm, woraufhin es am Bahnsteig zu einer Rangelei kam, in dessen Folge der 49-Jährige zu Boden ging. Ausgangspunkt könnte ein in Richtung des 47-Jährigen gezeigter Mittelfinger gewesen sein. Aus Angst, der 47-Jährige würde in attackieren, zog der Deutsche ein mitgeführtes Tierabwehrspray aus der Tasche und sprühte dem Mann aus Haidhausen damit mehrfach ins Gesicht.

Nun mischten sich mehrere Reisende ein, woraufhin sich die Situation beruhigte. Der 49-Jährige hatte sich durch den Sturz blutige Abschürfungen am Schienbein und der Handfläche zugezogen. Der 47-Jährige wies Augenreizungen auf. Beide lehnten eine ärztliche Behandlung vor Ort ab.

Die Bundespolizei wertet nun die Videoaufzeichnungen der S-Bahn und der S-Bahnhaltepunktes aus. Gegen beide Beteiligte wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Das Tierabwehrspray wurde sichergestellt.

Weitere Nachrichten aus der Region finden Sie in unserer Übersicht.

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