Kasse machen für „Kids to Life“

Als langjährige Unterstützerin der Anton-Schrobenhauser-Stiftung stellte sich Karin Sammer, die Frau des Ex-Fußballprofis und Direktors des Deutschen Sportbundes Matthias Sammer, gerne für die Kassieraktion zugunsten von „Kids to Life“ zur Verfügung. Foto: Sala

Routiniert zieht die Mitarbeiterin Waren über den Scanner, tippt Beträge in die Kasse, reicht Tüten und gibt Wechselgeld heraus. Doch die freundliche Dame in der dm-Filiale am Kirchlandweg in Unterhaching ist nicht eine Unternehmensangestellte. Es handelt sich vielmehr um Karin Sammer, die Ehefrau des Ex-Fußball-Profis und Sportdirektors des Deutschen Fußballbunds, Matthias Sammer, die eine halbe Stunde lang in die Rolle einer Verkäuferin geschlüpft ist.

Zugute kommen sollen die Beträge ihrer „Kassieraktion“ einem guten Zweck: dem Projekt „kids to life“ der Anton-Schrobenhauser-Stiftung in Unterhaching. „Der Wettbewerb, für den dm mehr als 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat, soll engagierte Menschen unterstützen, die einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft leisten“, benennt die Sprecherin der Stiftung, Stefanie Rose, die Hintergründe der Aktion. Im Juni 2010 haben dm und die Deutsche UNESCO-Kommission den Wettbewerb gestartet, 4500 Projekte und Initiativen sind seitdem eingereicht worden. Anton Schrobenhauser will sich für die Belange Not leidender Kinder stark machen. „Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung für vom Schicksal hart getroffene Kinder übernehmen, um ihnen eine echte Chance für eine Zukunft zu geben“, lautet sein Appell. In Unterhaching hat die Stiftung deswegen in einem rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück ein therapeutisches Gelände errichtet, auf dem jährlich über 2500 bedürftige Kinder aus Heimen im Großraum München und auch aus anderen Ländern unter pädagogischer Aufsicht und in familiärer Atmosphäre ihre Freizeit verbringen können. Ziel ist es, den Kindern, die oftmals ein geringes Selbstvertrauen haben und in ihrer sozialen, emotionalen oder auch kognitiven Entwicklung beeinträchtigt sind, wieder mehr Freude am Leben und eine Zukunft mit Perspektive zu geben. „In der Welt von „kids to life“ sollen sich die Kinder frei entfalten und Kraft für die Zukunft entwickeln, indem sie schrittweise an die Berufswelt herangeführt werden“, schildert Rose. Damit sie im Idealfall einmal sogar so „routiniert“ an der Kasse arbeiten werden wie Karin Sammer. sal

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