Wohnwagen sind gefährliche Straßenparker

Julia Mittermeier fordert Parkverbot an Biberger Straße

An öffentlichen Straßen sorgen Wohnwagen vielerorts für Probleme.
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An öffentlichen Straßen sorgen Wohnwagen vielerorts für Probleme.

Unterhaching – Mangelnde Stellplätze im öffentlichen Raum sind in vielen Gemeinden im Landkreis ein Problem. In Unterhaching sieht Gemeinderätin Julia Mittermeier (Freie Wähler) an der Biberger Straße die Verkehrssicherheit in Gefahr. „Die Klosterbesucher können kaum rausfahren“, bemängelte sie in der jüngsten Gemeinderatssitzung an der Kreuzung Biberger Straße/Marxhofstraße. 

Die Straße beziehungsweise der Gehweg, auf dem die Fahrzeuge zur Hälfte parken werden als Firmenparkplatz genutzt, so die Gemeinderätin. Bei der Biberger Straße handelt es sich um eine Staatsstraße, für die die Gemeinde nicht zuständig ist. Trotzdem hoffte Mittermeier, dass die Gemeinde etwas bewegen könnte. Besonders ärgere sie, dass dort Wohnwagen abgestellt werden. 

„Am besten hängen wir Zettel dran, wo die nächsten Campingplätze sind“, merkte sie an. Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) kenne das Problem und stimmte Mittermeier zu. Da es sich um eine Staatsstraße handle, seien der Verwaltung grundsätzlich die Hände gebunden. Ob sich ein Parkverbot ausweiten lasse, wolle er in Erfahrung bringen. 

Panzer warf ein, dass beispielsweise ein Fahrradstreifen für ein Parkverbot sorgen würde. Allerdings werde dadurch auf der Biberger Straße auch wieder schneller gefahren. Beim Thema Wohnwagen hätten alle Gemeinden im Landkreis das gleiche Problem. Nach Straßenverkehrsordnung darf ein Wohnwagen ohne Zugfahrzeug nicht länger als zwei Wochen auf öffentlichen Straßen und Plätzen stehen.

Allerdings tricksen viele Wohnwagenbesitzer die Behörden aus und verschieben den Caravan regelmäßig um wenige Zentimeter vor oder zurück. Für Christine Helming von den Freien Wählern ist die Problematik von grundlegender Natur. „Warum haben wir keinen Stellplatzschlüssel für Firmen?“, wollte sie wissen. Unternehmen sollten auch nachweisen müssen, wo sie ihre Firmenfahrzeuge unterbringen. 

Der Rathauschef erklärte, dass das nicht so leicht umzusetzen sei. Viele Firmen hätten ohnehin genügend Platz auf ihrem eigenen Grund oder benötigen überhaupt keine Stellplätze. Abschließend bat Mittermeier erneut eindringlich, dass zumindest eine kleine Halteverbotsregelung, etwa zumindest für den Kreuzungsbereich, erwirkt werden solle.

ija

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