Oberhaching: ADFC und Agenda 21 fordern Maßnahmen nach Radlunfall

Mehr Verkehrssicherheit am Wasserturm

Der Allg. Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und die Agendagruppe Oberhaching nehmen den tragischen Unfall vom 14. Januar an der Einmündung der Pestalozzistraße in die Gebr.-Batscheider-Str., 

bei der ein zehnjähriger Schüler auf seinem Fahrrad von einer Autofahrerin angefahren wurde, obwohl er vorfahrtsberechtigt war, zum Anlass, Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an dieser unübersichtlichen Einmündung zu fordern. 

Nach Beobachtungen der Agenda wird ab dem Wasserturm in Deisenhofen häufig von den Autofahrern beschleunigt, da die Baumallee und der geradlinige Verlauf der Gebr.-Batscheider-Str. den Autofahrern suggeriere, sie befänden sich auf einer vorfahrtsberechtigten Straße. Tatsächlich lägen alle Straßen in diesem Bereich aber seit geraumer Zeit in einer Tempo-30-Zone und es gelte die Verkehrsregelung rechts vor links. Dabei werde die Vorfahrtsberechtigung der Radfahrer und Kraftfahrzeuge, die aus der Pestalozzistraße kommen, häufig missachtet. Immer wieder könnten daher kritische Situationen an dieser Einmündung beobachtet werden.

Agenda und ADFC Oberhaching fordern daher Maßnahmen um die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer an dieser gefährlichen Einmündung zu verbessern:

Als Sofortmaßnahme wird vorgeschlagen, zwischen dem Wasserturm und der Einmündung der Pestalozzistraße ein Geschwindigkeitsanzeigegerät zu installieren, das den Auto- und insbesondere Lkw-Fahrern die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit vor Augen führt.

Als weitere Maßnahme wird die Anordnung eines Gefahrenzeichens vor der schlecht einsehbaren Einmündung vorgeschlagen, das die Autofahrer auf die gefährliche Situation hinweist; hier kämen gemäß Straßenverkehrsordnung die Zeichen 101 ("Gefahrstelle") oder 102 ("Kreuzung mit Vorfahrt von rechts") in Frage, die in der Gemeinde Oberhaching auch an anderen unübersichtlichen Stellen zum Einsatz kommen würden.

Schließlich sollte nach Auffassung von Agenda 21 und ADFC auf der Fahrbahn wieder Tempo 30 markiert werden, wie es bislang bereits der Fall gewesen sei; die Markierung sei durch die Straßenbauarbeiten auf Grund der Leitungsverlegung für die Geothermie nicht mehr vorhanden. Dies sei allerdings erst wieder möglich, wenn die Witterung es zulasse.

Agenda und ADFC Oberhaching appellieren an Polizei und Gemeinde, auf Grund des tragischen Unfalls, bei dem der vorfahrtsberechtigte Schüler schwer verletzt worden sei, schnellstmöglich die oben genannten Maßnahmen umzusetzen, damit auf diesem wichtigen Weg zu den Schulen und zur Bibliothek weitere Unfälle dieser Art vermieden werden.

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