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Stromfresser JuZe soll grüner werden

Grüne Sauerlach kritisieren Energievergeudung beim veralteten Container des Jugendzentrums

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Bürgermeisterin Barbara Bogner und Sauerlacher Jugendliche stolz bei der Einweihungsfeier des vor rund fünf Jahren eröffneten Jugendzentrums (JuZe) mit Skate-Anlage am Otterloher Feld.

Das Jugendzentrum in ­Sauerlach ist ein älterer Containerbau in naturnaher Lage. Vor rund fünf Jahren feierten Jugendliche und Betreuer hier Einweihungsfeier am Otterloher Feld. Die Grünen im Sauerlacher Gemeinderat kritisierten in der jüngsten Sitzung den hohen Energieverbrauch der Einrichtung. Die Fraktion beantragt, dringend Energie zu sparen und auf die Erneuerbaren zu setzen.

„Jährlich werden im JuZe rund 4000 Euro Strom verbraucht“, beklagte Axel Horn (Grüne) bereits im Bauausschuss. Das entspreche etwa dem Verbrauch von fünf Haushalten. Da aber beim gemeindlichen Jugendzentrum ein Großteil davon in die Heizung flössen, konzentriert auf die Wintermonate, „wird eine Kraftwerksleistung wie für 20 Haushalte in Anspruch genommen“, sagt Horn, diplomierter Versorgungstechniker und seit 1992 in der Solarthermie-Branche selbstständig. In der Regel sind für Containerbauten Nutzungsdauern von etwa zwei Jahren vorgesehen. „Da werden keine Anforderungen an die Energieeinsparverordnung (EnEV) gestellt“, so Horn. Auch das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) käme noch nicht zur Anwendung. Der Bauantrag für das JuZe vor Ort wurde 2012 gestellt, dokumentieren die Grünen in ihrem Antrag. Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) verlas diesen im Gemeinderat. Die Ratsfraktion der Grünen – Robert Spinnler, Wolfgang Büsch und Sprecher Horn – drängt darauf, das JuZe „endlich mit einer ordnungsgemäßen Heizungsanlage auszurüsten“. In der Konsequenz fordern sie von der Verwaltung Vorschläge für die Einhaltung beider Verordnungen für den betagten Containerbau.

Dem Antrag folgte eine kontroverse Diskussion. Einig waren im Grunde viele darin, dass die Jugendlichen eine zeitgemäße Einrichtung verdienen. Schon vor der Nutzung als JuZe diente der Container als Provisorium der Kita Sternschnuppe, stand danach bis Anfang 2010 am Stauchartinger Weg, hatte da schon die Taufe zum JuZe hinter sich. In Einzelteile zerlegt kam er zu seiner heutigen Destination am Otterloher Feld: Ein flacher Containerbau, aufgearbeitet und flankiert von Basketballfeld und Skatepark. „Es ist völlig unwirtschaftlich, den beim Hersteller aufpeppen zu lassen“, sagte Bauamtsleiter Hubert Zellner im Bauausschuss. Nur ein Neubau mache Sinn, den halte er ohne genaue Analyse für bedenklich. „Das können wir alles momentan gar nicht finanzieren“, so Zellner. Axel Horn indessen betonte, „es geht doch um die Zukunft unserer Jugend“. Auch elf Wochen Ferienbetreuung hat das alte Domizil jährlich zu stemmen.

 Es ginge darum, das Energie-Wärmegesetzt endlich einzuhalten, verlangen die Grünen. Andere Ratsmitglieder drängten im Gegenzug auf konkrete Vorschläge der Fraktion, die sie so aber nicht liefern konnte. „Wir wollen keinen 500.000 Euro-Prachtbau“, stellte Wolfgang Büsch nochmals im Gemeinderat klar. Doch das JuZe könne schon eine dauerhafte Lösung vertragen. Das sah Paul Fröhlich (CSU) ähnlich. „Bei etwas Dauerhaftem bin ich dabei, aber ein g‘scheites Gebäude, kein Container-Kram“. Dagegen spräche jedoch der derzeitige Finanzstand und zukünftige Vorhaben, siehe Gymnasium und mehr. Mit 15 gegen eine Stimme votierte der Rat schließlich dafür, die Verwaltung damit zu beauftragen, Vorschläge für die Einhaltung von EnEV und EE-WärmeG zu suchen und dem Rat erneut vorzulegen.

KRB

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