Im Einsatz für zufriedene Unternehmen

Gewerbeverband Oberhaching startet Umfrage in Firmen im Gewerbegebiet

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Der Vorsitzende des Gewerbeverbands Oberhaching Christoph Müller-Brandt, Kommunikationsvorsitzende Ulrike Bigott und Assistentin Susanne Mielenz (v.l.) wollen, dass sich Unternehmen im Oberhachinger Gewerbegebiet wohlfühlen.

Unternehmen sind wichtig für Gemeinden. Unter anderem bieten sie Arbeitsplätze und spülen zudem Gewerbesteuern in die Gemeindekassen. Deswegen sollen sich Unternehmen und ihre Mitarbeiter auch wohlfühlen in ihrer jeweiligen Kommune. Das möchte auch der Gewerbeverband Oberhaching (GVO). Um herauszufinden, wie zufrieden die Firmen im Gewerbegebiet sind und welche Verbesserungswünsche die Mitarbeiter haben, wurde ein Fragebogen an 92 Unternehmen gesandt. „40 Rückantworten haben wir erhalten“. freut sich der GVO-Vorsitzende Christoph Müller-Brandt — eine bemerkenswerte Quote, wie er findet.

Dabei wurden auch gezielt Unternehmen angeschrieben, die bisher nicht Mitglied im GVO sind. „Wir sehen uns als Schnittstelle zwischen allen Firmen und der Gemeinde“, erklärt Müller-Brandt. Aber auch sei der GVO eine Schnittstelle zwischen den Unternehmen untereinander. „Deren Vernetzung ist auch für uns wichtig.“ Für die Umfrage seien die Firmen querbeet gewählt worden, sogar einen Einkaufsgutschein von 100 Euro hat der GVO ausgelobt. „Wir wollten den Unternehmen die Teilnahme an unserer Umfrage damit noch ein wenig schmackhaft machen“, berichtet Müller-Brandt. Auch einen Gewinner habe man inzwischen ermittelt: Die Firma „Energie Direct – Bronberger & Kessler“ darf für 100 Euro in ortsansässigen Geschäften einkaufen. „Ich hoffe natürlich, der Gutschein war nicht der einzige Grund, weswegen die Unternehmen teilgenommen haben“, sagt Müller-Brandt und lacht. Vielmehr wolle man erreichen, dass die Unternehmen sich wohl fühlen in Oberhaching.

Größtes Problem: die Parkplatzsituation! „Nur 15 Prozent der Befragten gaben an, die Parkplatzsituation als ‚gut‘ zu empfinden“, berichtet Müller-Brandt. Das sei schwierig für die Firmen, da neben den Mitarbeitern auch Kunden und Besucher keinen Parkplatz finden würden. „Das werden wir angehen und versuchen, auf die Gemeinde einzuwirken“, verspricht der GVO-Vorsitzende. Ein weiteres Manko stelle das Mittagsessensangebot dar. „Leider gibt es wenig gastronomisches Angebot im Gewerbegebiet.“ Jeweils 26 Prozent der Befragten würde deswegen auf nicht ortsansässige Lieferdienste und weiter umliegende Lokale zurückgreifen und 27 Prozent setzen auf mitgebrachtes Essen. „Nur in größeren Unternehmen gibt es Kantinen für die eigenen Mitarbeiter“, erklärt Müller-Brandt. Der GVO wolle deshalb das Thema „Gastessen“ aufgreifen. „Vielleicht können wir erreichen, dass in den Kantinen auch Essen für Externe angeboten wird“, hofft er. Doch auch positive Rückmeldungen kamen. Als „Bomben-Aussage“ bezeichnet Müller-Brandt beispielsweise das Ergebnis auf die Frage, wie gut das Gewerbegebiet zu finden sei. Stolze 78 Prozent haben angegeben, dass es gut gefunden wird, weitere 9 Prozent fanden die Auffindbarkeit akzeptabel.

„Als nächstes werden wir die Daten gemeinsam mit der Gemeinde behandeln“, erklärt Müller-Brandt. Arbeitsgruppen sollen sich anschließend mit den einzelnen Problem-Punkten beschäftigen und versuchen, sie zu verbessern. „Auch die Leute, die sich ‚beschwert‘ haben, wollen wir einbinden und sie motivieren, sich im GVO zu engagieren“, so Müller-Brandt. Damit solle unter anderem die Identifikation der Unternehmer mit dem Ort gefördert werden. „Wir wollen, dass die Leute noch andere Dinge in Oberhaching machen, als nur dort zu arbeiten“, erklärt er die Idee dahinter. Ein Dialog zwischen Einpendlern und Anbietern von Dienstleistungen in der Gemeinde könnte so entstehen. „Alle sollen sich hier wohlfühlen und gerne hier sein“, fasst Müller-Brandt zusammen.

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