Grüne Sauerlach kritisieren Energievergeudung beim veralteten Container des Jugendzentrums

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Der Verein Integra in Taufkirchen und Unterhaching zeigt, wie Inklusion bereits seit 1991 gelebt wird

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Nur noch 39 statt 50 Wohnungen

Gemeindliches Neubauprojekt am Riegerweg in Taufkirchen

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Der Rohbau für den geplanten Supermarkt am Riegerweg steht bereits. Davor sollen Wohnungen mit niedrigen Mietpreisen entstehen.

50 Wohnungen mit niedrigen Mieten sollten am Riegerweg entstehen. Allerdings fordert der Bebauungsplan im Gegenzug 101 Stellplätze für Pkw dort. Diese können aber weder in der Tiefgarage noch im Umfeld geschaffen werden (HALLO berichtete). So stand der Gemeinderat jetzt vor der Entscheidung: Entweder die erforderlichen Stellplätze oder weniger Wohnungen durch Verkleinerung des Gebäudes zu schaffen. Mit 19:4-Stimmen votierte das Gremium dafür, nur noch etwa 39 Wohnungen zu bauen. Die benötigen 78 Parkplätze – das passt vor Ort. Die ILT-Fraktion hatte im Vorfeld noch beantragt, die Gemeinde möge die Planungen für das Wohnungsbauvorhaben am Riegerweg einstellen und das Grundstück verkaufen, da sich bis dato auch hinsichtlich der Parkproblematik keine Lösung abzeichnete. Alternativ sollten Wohnungen auf gemeindlichem Grund an der Pfarrer-Weidenauer-Straße gebaut werden. Der Ansicht schloss sich niemand im Rat an. „Wir verbrennen dann das Geld, das wir bisher an Planung reingesteckt haben“, urteilte Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei). Wie es mit dem Grund an der Pfarrer-Weidenauer-Straße weitergeht, soll in einer der nächsten Ratssitzungen diskutiert werden. Bauamtsleiter Stefan Beer erläuterte indessen die Alternativen, um die Stellplatzfrage zu lösen. 

So könnte die Tiefgarage zweigeschossig gebaut werden, was aber die Investitionskosten um rund zwei auf 18 Millionen Euro erhöht, so Beer. Der Mietpreis läge bei etwa 11,20 Euro pro Quadratmeter. Die Reduzierung des Baus in der Länge (13 Millionen Euro) oder der Verzicht auf ein Stockwerk (10,7 Millionen Euro) verringerten den Wohnraum und so die Stellplatzzahl. Der Mietpreis läge bei etwa 8,65 Euro. Freilich könnte auch eine Ausnahmeregelung der Stellplatz­ordnung angestrebt werden. Alle Varianten bedeuteten kein Defizitgeschäft für die Gemeinde, betonte Beer. Da aus seiner Sicht die Wohnqualität wichtiger sei, zöge er die Reduzierung des Baukörpers vor. Das führe zu mehr Freifläche und mehr Planungsmöglichkeiten. Eine 40 Quadratmeter-Wohnung kostete hier etwa 526 Euro warm (60 Quadratmeter rund 819 Euro). Die Ausführungen führten zu einer kontroversen Diskussion im Gremium. Beinah inständig bat Rudolf Schwab (Grüne) darum, keine Wohnungen für Stellplätze zu vernichten. „50 Wohnungen, 50 Stellplätze: Eine Lösung, die sozial, ökonomisch und ökologisch ist“, so Schwab. Er setze sich für die Verringerung des Stellplatzschlüssels ein. „Dann müsste eine Befreiung oder eine Stellplatzsatzungs-Änderung beschlossen werden“, ergänzte Ullrich Sander. Für die Verkürzung des Gebäudes sprach Herbert Heigl (CSU), diese sei „von der Wohnungsausnutzung über Kosten und Freiflächengestaltung die optimalste“. Beatrice Brückmann (ILT) sagte auch, der Entwurf sei eh „zu groß und zu lang gewesen“. Peter Hofbauer (Freie Wähler) resümierte schließlich, dass die Planer jetzt dringend eine Richtlinie bräuchten, um weitermachen zu können.

In Folge votierte das Gremium mit 19 Stimmen dafür, das Planungsbüro H2R-Architekten weiter zu beauftragen, einen Entwurf für ein kleineres Gebäude vorzulegen. Mit der Vorgabe, dass es sich harmonischer an die Nachbarbebauung anpasst. Vier Gemeinderäte waren dagegen (drei Grüne, einmal SPD).

KRB

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