Steter Tropfen höhlt den Stein

Gemeinde Oberhaching setzt sich für die Geothermie ein

Auf Strom aus Geothermieanlagen will die Gemeinde Oberhaching künftig noch mehr setzen. Dafür holt sie sich jetzt externe Unterstützung.
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Auf Strom aus Geothermieanlagen will die Gemeinde Oberhaching künftig noch mehr setzen. Dafür holt sie sich jetzt externe Unterstützung.

So richtig wollen die Oberhachinger Bürger nicht auf den Zug der Gemeindewerke aufspringen, Geothermie zu fördern. Dennoch zeigt sich Bürgermeister Stefan Schelle optimistisch und plädiert an das Umweltbewusstsein der Bürger. Auch externe Unterstützung soll es künftig geben.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen kühler und der eine oder andere rüstet sich heiztechnisch für die kalte Jahreszeit. Fossile Energieträger wie Erdöl sind, trotz leicht ansteigender Preise im September, immer noch recht günstig zu beziehen. Da fällt es vielen Haushalten schwer, sich von herkömmlichen Arten der Wärmegewinnung zu verabschieden, obwohl es klimaneutralere Alternativen gibt. Die Gemeinde Oberhaching hat sich entschieden, auf die Geothermie zu setzen. Der Ausbau der Geothermie belastet den Haushalt der Gemeinde Oberhaching stark. Dennoch sind sich Bürgermeister Stefan Schelle und der Gemeinderat einig, das Richtige getan zu haben — „eine Investition in die Zukunft, die einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leistet“, wie Schelle nicht müde wird zu betonen.

Leider spielen die Oberhachinger Bürger gerade nicht so mit, wie sich der Bürgermeister und die Gemeinderäte das vorstellen. Aus diesem Grund haben sich die Gemeindewerke Oberhaching externe Unterstützung von der energie.concept.bayern GmbH & Co. KG geholt, um die Anschlussmuffel trotz widriger Umstände zu überzeugen. Das Unternehmen hat sich auf die Vermarktung von Fernwärme spezialisiert. Der Geschäftsführende Gesellschafter Frank Brillert erläuterte bei der Gemeinderatssitzung kurz, wie sein Team und die Mitarbeiter der GWO die Herkulesaufgabe angehen: „Es macht keinen Sinn, den Kunden mit Argumenten für die Geothermie missionieren zu wollen.“ Vielmehr gehe es darum, die Kunden in dem Prozess des Umdenkens zu begleiten, Fragen, Sorgen und Bedenken ernst zu nehmen und Vertrauen zu schaffen. Sich umweltpolitisch bewusster zu verhalten, setze in vielen Bereichen des Lebens ein und müsse sensibel geführt und fachlich gut beraten werden, damit das Engagement der Bürger nicht im Sand verläuft. „Das ist ein langwieriger und mitunter schwieriger Prozess, aber dennoch von Erfolg gekrönt“, schloss Briller seine Argumentation ab.

Die Gemeinde Oberhaching bleibt indes nicht untätig und bietet nun auch die Möglichkeit, Wärmeanschluss und Anschluss an das Glasfasernetz zu koppeln. Detaillierte Information geben Tommaso Nisi unter Telefon 62299499-13 oder per E-Mail an tommaso.nisi@gemeindewerke-oberhaching.de sowie Andrea Ass, erreichbar unter der Telefonnummer 62299499-25 und per E-Mail an ad@gemeindewerke-oberhaching.de.

Anja Sanhüter

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