Faktenlage noch ungeklärt

Gefährlicher Unfallschwerpunkt in Sauerlach

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Die berüchtigte Unfallstelle bei Lochhofen.

Gemeinde will seit Jahren einen Kreisverkehr bei Lochhofen – das staatliche Bauamt fordert aber Fakten. Kommt Ampel oder Kreisel bei Lochhofen?

Auf der Staatsstraße 2573 bei Lochhofen passieren immer wieder Verkehrsunfälle. Aus Sicht der Sauerlacher ist die Kreuzung ein gefährlicher Unfallschwerpunkt. Seit Jahren fordert die Gemeinde deshalb einen Kreisverkehr. Auch eine Ampelanlage wurde jetzt im Gemeinderat wie im Bauausschuss diskutiert. Das Staatliche Bauamt bremst eine Lösung bislang aus, fordert Fakten.

Für die Sauerlacher hat eine baldige Lösung der Verkehrssituation Priorität. Gefährlich wird es regelmäßig dann, wenn Fahrzeugführer aus Lochhofen (aber auch aus Grafing und Arget) nach links auf die vielbefahrene Staatsstraße einbiegen wollen. Ein Kreisverkehr wurde deshalb immer wieder diskutiert. Seitens des zuständigen Staatlichen Bauamts Freising gibt es noch kein grünes Licht für etwaige Projekte. Bauoberrat Stefan Rinderer erklärte jetzt vor dem Gemeinderat, dass es sich bei Lochhofen nach amtlicher Definition nicht um einen Unfallhäufungspunkt handele. Er bat die Gemeinde um exakte Verkehrszahlen und ein Konzept der möglichen gemeindlichen Entwicklung. Nur so könne das Amt eine mögliche Ertüchtigung beurteilen. Davon hänge auch die Finanzierung ab. Zudem, so sein Vorschlag, könnte auch eine bedarfsgesteuerte Ampelanlage eine Lösung sein. Zumal die Gemeinde in dem Bereich noch einiges plant, wie Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) betonte: „Wir bekommen in Lochhofen eventuell einen Lebensmittel-Discounter.“ Der Einkaufsverkehr verliefe dann zusätzlich auf die Bavariastraße, von der es jetzt schon schwer auf die Staatsstraße ginge. Auch werde künftig das östliche Sportgelände des SV Arget am Otterfinger Weg ertüchtigt. Weitere gewerbliche Entwicklungen plane die Gemeinde ebenfalls. All dies werde die Kreuzung bei Lochhofen zusätzlich belasten. Auch im jüngsten Bauausschuss diskutierte das Gremium die Problematik. „Ich bin nach wie vor ein Verfechter des Kreisverkehrs, da gibt es fast keine Unfälle mehr“, betonte Claus Koch (UBV). Dem stimmten auch Markus Hoffmann (CSU) und Robert Lechner (CSU) zu. „Für Kinder ist eine Ampel wohl die sicherste Möglichkeit, diese Straße zu überqueren“, entschied Axel Horn (Grüne). Bauamtsleiter Hubert Zellner sagte im Verlauf der Sitzung zu, dem Staatlichen Bauamt zunächst die erbetenen Zahlen und Fakten zu übermitteln – und mit der Behörde im Gespräch zu bleiben. In den Gremien bleibt die Forderung nach mehr Verkehrssicherheit weiter Thema.

KRB

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