Ganztägiges Tempolimit auf der A 995

Das Landratsamt hatte mit seiner Anordnung im Frühjahr, die Geschwindigkeit auf der Giesinger Autobahn (A 995) ganztägig auf 80 km/h zu reduzieren, eine gute und richtige Entscheidung getroffen. Das letztlich entscheidende Bayerische Innenministerium hat sich jetzt mit der Sache befasst und einige Rückfragen gestellt.

Die Bürgermeister der Gemeinden Unterhaching, Taufkirchen und Oberhaching stehen voll und ganz hinter der Entscheidung des Landratsamts. Wir sind uns sicher, dass es der Behörde gelingt, ihre Auffassung fundiert zu begründen. Hierbei ist nicht nur der Lärmschutz wichtig, sondern vor allem die Verkehrssicherheit, wie sich bei der Gräfelfinger Autobahn herausstellte. Dort gelang ein Tempolimit rund um die Uhr wegen nahe beinander liegender Anschlussstellen und einer hohen Verkehrsdichte. Im Hachinger Tal stellt sich die Situation kaum anders dar. Auch hier liegen die Anschlussstellen nicht weit auseinander. Hinzu kommt, dass die Autobahnausfahrt „Taufkirchen-West“ wegen des wachsenden Gewerbegebiets am Grünwalder Weg in Unterhaching immer stärker belastet wird. Ähnliches zeigt sich an der Anschlussstelle „Oberhaching“ durch die Anbindung der Isartal-Gemeinden über die M 11. Daraus ergibt sich eine Verkehrsdichte im Bereich Unterhaching/Taufkirchen/Oberhaching von ca. 60.000 pro Tag auf vier Spuren. Die deutlich höhere in Gräfelfing mit ca. 95.000 verteilt sich auf sechs Spuren. Die ca. 16.000 Fahrzeuge pro Spur in Gräfelfing weisen somit dieselbe Größenordnung auf wie die ca. 15.000 im Hachinger Tal. Wir fordern daher, dass das Innenministerium ähnlich gelagerte Sachverhalte auch analog bewertet. Aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Lärmschutzes muss das ganztägige Tempolimit von 80 km/h im Hachinger Tal kommen! Wolfgang Panzer, Dr. Jörg Pötke, Stefan Schelle                       

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