Die Floriansjünger wehren sich vehement

Freiwillige Feuerwehr Sauerlach beklagt zugeparkte Ausfahrt an der Wolfratshausener Straße

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Eigentlich ist hier alles klar: Rechts geht es an der Wolfratshausener Straße 16 auf den Hof der Freiwilligen Feuerwehr. Daher das absolute Halteverbot in diesem Bereich. Trotzdem wird die Einfahrt immer häufiger einfach von Privat-Pkw zugeparkt.

Kopfschütteln bei den Aktiven von der Freiwilligen Feuerwehr Sauerlach: Ihre Zufahrt zum Hof an der Wolfratshausener Straße ist immer häufiger zugeparkt. Von privaten Pkw, trotz absolutem Halteverbot.

Das wollen die Floriansjünger nicht länger hinnehmen, sie beantragten deshalb eine Schrankenanlage für geschätzt etwa 9000 Euro. Der jüngste Gemeinderat gab dem Vorhaben jedoch die rote Karte.

Gleichermaßen davon betroffen sind auch die Aktiven des Roten Kreuzes, deren Stützpunkt unter gleicher Adresse zu finden ist. Das sei wirklich schlimm, zeigte sich Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) verärgert. „Die sind manchmal so eingeparkt, die kommen einfach nicht raus“, so Bogner. Eine Schrankenanlage könnte unter Umständen Abhilfe schaffen.Allerdings signalisierten bereits die Mitglieder des Bauausschusses, dass eine solche Maßnahme nicht gewünscht sei. Nicht zuletzt wegen der Höhe der Kosten. Das Problem mit einer Schranke sei die Wartungsintensivität, urteilte Josef Ücker (CSU). „Da ist doch bereits ein absolutes Halteverbot, da stehen doch Schilder – und trotzdem wird da geparkt?“, zeigte Alexander Rickert (SPD) neben manch anderem Ratsmitglied absolutes Unverständnis. Bogner entgegnete, dass viele von den Falschparkern vermutlich „nur mal eben eine Pizza holen“ wollen. Das Restaurant sei in nächster Nähe, beinah gegenüber. Aber auch Kirchgänger zählten vermutlich zum Kreis derer, die gern mal im Hof oder vor der Einfahrt der Wehr parken würden. „Kann man die Fahrzeuge nicht einfach abschleppen?“, wollte Axel Horn (Grüne) wissen. Davon verspräche er sich zumindest einen schnellen Abgewöhnungseffekt, der sich bei den Falschparkern schnell rumspräche. Bogner erläuterte, dass die Ausfahrt häufig in den späteren Abendstunden zugeparkt sei. Wer solle das dann kontrollieren? „Wenn die nur eine Pizza holen, sind die längst weg, wenn der Abschlepper kommt“. Robert Lechner (CSU) schlug dann vor, das Halteverbot dort sichtbar zu verlängern. „Also keine Schranke?“, fragte Bogner ins Gremium. Die absolute Mehrheit sprach sich dafür aus. Stattdessen soll nun beim Landratsamt als zuständige Straßenverkehrsbehörde zunächst eine Verlängerung des bereits bestehenden absoluten Parkverbots entlang der Wolfratshausener Straße beantragt werden. In der Hoffnung, so auf mehr Akzeptanz und Aufmerksamkeit bei den Bürgern zu stoßen. Die Gemeinde behält sich jedoch weitere Schritte vor.

KRB

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