Die Jugend hatte das Kommando

Dritte Jungbürgerversammlung der Gemeinde Unterhaching mit gut 100 Teilnehmern

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Mehr als 100 Kinder und Jugendliche waren in den Saal der Freiwilligen Feuerwehr zur dritten Jungbürgerversammlung gekommen.

Abends mehr Licht, weniger Glasscherben auf Gehwegen, langsamere Ampelphasen mancherorts: Das wünschen sich Kinder und Jugendliche in Unterhaching auf der  Jugendbürgerversammlung. Gut 100 Zehn- bis 18-Jährige waren der Einladung der Gemeinde in den Saal der Freiwilligen Feuerwehr gefolgt.

Die Jungbürgerversammlung ist das Mitbestimmungsgremium für Jugendliche der Gemeinde. Sie wird von den Jugendreferenten des Gemeinderats und der Jugendkulturwerkstatt (JKW) organisiert, unterstützt von Gemeinde und Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München. Seit 2015 und seither im Zwei-Jahres-Turnus finden die Versammlungen statt. „Sich sicher fühlen in Unterhaching – was gehört dazu“ lautete heuer das Schwerpunktthema. Als Gesprächspartner für die Jugendlichen dabei waren Kathrin Schäler und Max Scherrer, die Jugendbeamten der Polizei, Tobias Kühn, Leiter der JKW Unterhaching, Gemeindereferent Simon Hötzl, Bürgermeister Wolfgang Panzer,  Jugendreferentin Evi Karbaumer sowie Heli Madlener, JKW.

Die Jugendlichen machten von Anfang an begeistert mit. Gestartet wurde mit den Erfolgen der letzten Versammlung 2017. Dazu gehört unter anderem die Gestaltung der S-Bahn-Unterführung am Sportpark im Rahmen eines Graffiti-Workshops. „Auch die Umlaufsperren am Bahnhof, zwischen Vorplatz und Unterführung, sind jetzt breiter, damit sie auch Radler einfacher queren können“, zählt Tobias Kühn auf. „Und wie von vielen von euch gewünscht, fährt der Schulbus der Linie 244 jetzt öfter.“

Aber auch diesmal haben die jungen Leute Wolfgang Panzer eine ganze Menge Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben, kritische Fragen gestellt. So wollte ein Bub wissen: „Warum sind eigentlich am Friedhofsplatz alle Bäume verschwunden?“ Der Bürgermeister erklärte, dass der Platz komplett umgestaltet und komplett neu bepflanzt werde und dann noch schöner sei. Andere Kinder beklagten Glasscherben vielerorts. „Bitte gebt die Orte direkt an die Gemeinde weiter, damit wir was unternehmen können“, appellierte Panzer. Aufgeteilt in Gruppen markierten die Jugendlichen später auf großen Luftaufnahme-Karten die für sie negativen Orte der Gemeinde: Wenn es dunkler ist rund um die alte Landebahn im Landschaftspark, die S-Bahnstationen wie auch die Fußgängerzone. Da seien manchmal Betrunkene anzutreffen, beklagen die Kinder. Und auch der Utzweg bekam wie schon 2017 sein Fett weg. Das morgendliche Gedränge durch Eltern, die ihre Kinder direkt bis vors Schultor fahren, ärgert seit Jahren. Panzer versprach, hier weiter nach Lösungen zu suchen. Meinte aber als Denkanstoß dazu: „Ihr Kinder könntet doch auch mal sagen, dass ihr nicht gefahren werden wollt!“

KRB

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