David Grothe (Grüne) möchte Bürgermeister in Taufkirchen werden

Engagement für Nachhaltigkeit

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Möchte in Taufkirchen Bürgermeister werden: Der 33-jährige Grünen-Politiker David Grothe.

Die Grünen haben sich für die Kommunalwahl in Bayern im kommenden März hohe Ziele gesteckt. Die Partei will wesentlich mehr Mandate erreichen und hofft auf mehr grüne Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte.  Auch David Grothes Herz schlägt für die Kommunalpolitik. In Taufkirchen möchte er Bürgermeister werden...

Taufkirchen - David Grothe unterzieht das heutige Ideal einer Zweierbeziehung einem Faktencheck. „Liebe als soziales Phänomen“ heißt der Vortrag, den der 33-Jährige vergangene Woche an der Vhs Taufkirchen am Ahornring hielt. „Ob es die Werbung ist oder ein Film, wir bekommen eine Ideal-Vorstellung von Liebe vermittelt, die nicht so auf das eigene Leben passt“, erklärt Grothe. „Und das will ich in einem soziologisch fundierten Vortrag aufzeigen. Sieht man Liebe als soziale Beziehung, so unterlag sie historisch und wirtschaftlich einem Wandel.“ Den Namen David Grothe kennt man indes nicht nur im Zusammenhang mit Vorträgen an der Vhs. Grothe, der mit seiner Frau und kleinen Tochter in Taufkirchen wohnt, ist Bürgermeisterkandidat der Grünen in der Gemeinde. „Die letzten Wahlen haben gezeigt, dass die Menschen sich starke Grüne in politischer Verantwortung wünschen. Die Zeit ist reif für einen Grünen Bürgermeister in Taufkirchen“, sagt Grothe. Bereits vor fünf Jahren hatten die Taufkirchner Grünen ihn zu ihrem Kandidaten gekürt, Ullrich Sander (parteilos) gewann die Wahl. „Seitdem hat sich aber viel getan. Nicht nur die Partei der Grünen ist in unserem Ort mehr verankert, auch meine Person ist bekannter geworden“, sagt Grothe. Zudem hätten die Grünen in Taufkirchen bei der Europawahl im Mai dieses Jahres 22,7 Prozent bekommen. „Die Partei erfährt derzeit viel Zuspruch“, freut sich der 33-Jährige. Seit 2007 lebt Grothe, gebürtiger Brandenburger, in Taufkirchen. Zwei Jahre später trat er den Grünen bei. „Zu der Zeit holte ich gerade am Abendgymnasium mein Abitur nach, nebenher zu meinem damaligen Job“, erzählt er. „Aber mir war von Anfang an klar, dass ich auch mitarbeiten will.“ So ist er seit 2011 im Taufkirchner Ortsverband aktiv, drei Jahre später saß er auch im Gemeinderat und ist heute Fraktionssprecher. Ob als Vhs-Dozent oder als Politiker, Grothe ist es wichtig, Inhalte auf den Punkt zu bringen. „Sobald man vor mehreren Leuten spricht, geht es darum, dass man seine Inhalte gut rüberbringen kann“, hat er festgestellt. Als er 2011 sein Abi in der Tasche hatte, schrieb er sich an der Ludwig-Maximilians-Universität für Soziologie im Hauptfach und Philosophie, Politik und Environmental Studies ein.

Themen an andere weitervermitteln

Viele Themen, die in seinem Studium vorkamen, lassen ihn bis heute nicht los. Und so beschäftigt er sich weiterhin mit ihnen, auch wenn er das Studium 2017 beendet hat. „Mir macht es einfach Spaß, ein Thema, das nah an unserer Zeit ist, zu erarbeiten und dann anderen zu vermitteln“, sagt Grothe. An der Münchner Vhs hält er schon seit eineinhalb Jahren Vorträge. „Und am Neujahrsempfang entstand dann mit Silvia Engelhardt, der Leiterin der Taufkirchner Vhs, die Idee, dass ich das auch hier machen könnte.“ Das Konzept für einige seiner Vorträge steht demnach schon, da er sie nicht zum ersten Mal hält. Das ist auch gut so, denn mit der Kommunalwahl im kommenden März geht es nun für den Bürgermeisterkandidaten in die anstrengende, zeit- intensive Wahlkampfphase. „Natürlich werden die Termine mehr und es kommt bestimmt der Tag, wo ich mehr Zeit mit meiner kleinen Tochter herbeisehne“, so der junge Vater. „Doch wenn andere abends vor dem Fernseher sitzen, bin ich eben im Gemeinderat.“ Seine Frau habe viel Verständnis dafür, dass die Abendtermine im Wahlkampf nun zunehmen. „Dafür bin ich ihr sehr dankbar.“ Überdies arbeitet Grothe in Teilzeit bei der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd. „Seit meine Tochter auf der Welt ist, arbeite ich 30 Stunden und habe montags frei. Diese Zeit konnte ich bisher nutzen, um mit ihr zum Beispiel zum Baby-Schwimmen zu gehen. Und derzeit nutze ich die Zeit natürlich für den Wahlkampf.“ Auf vier große Themen möchte sich Grothe konzentrieren: Klimaschutz, Mobilität der Zukunft, Kinderbetreuung und grüner sowie sozialer Wohnraum. Themen, die er unmittelbar in Taufkirchen mitgestalten könne, liegen ihm besonders am Herzen. „Mich für die Kommunalpolitik zu engagieren, da ist meine Motivation am höchsten“, sagt der Bürgermeisterkandidat. „Themen direkt vor Ort zu umzusetzen, die Gemeinde nachhaltig zu gestalten und damit die Lebensbedingungen zu verbessern, dafür engagiere ich mich gerne.“ Grothes Ziel ist es nun, bei der Wahl in Taufkirchen in die Stichwahl zu kommen. „Dann ist alles offen“, sagt er.

Verena Rudolf

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