Sauerlach bekommt Sportbeauftragten

CSU-Fraktion im Sauerlacher Gemeinderat beantragte die Berufung

+
Gerade bei Projekten wie dem Kunstrasen könne ein Sportbeauftragter Prozesse beschleunigen, so die mehrheitliche Meinung im Gemeinderat.

Aus den Reihen des Sauerlacher Gemeinderats wird es künftig einen Sportbeauftragten geben. Ein entsprechender Kandidat soll nach der Sommerpause durch das Gremium den Zuschlag erhalten. Mit 16:2-Stimmen votierte der jüngste Gemeinderat für einen entsprechenden Antrag der CSU-Fraktion. Der künftige Beauftragte soll in enger Abstimmung mit allen Sportvereinen Sauerlachs stehen, vermitteln und informieren.

Markus Hoffmann (CSU) erbat das Wort und äußerte sich zu den Hintergründen, die seine Fraktion zu einem solchen Antrag veranlasst hatten. „Gerade im Sport gibt es Projekte wie etwa den Kunstrasenplatz oder den Umbau des SV-Arget, wo Geld bereitgestellt und noch immer nicht viel passiert ist“, so Hoffmann. Es müsse alles daran gesetzt werden, als Gemeinderat ein Zeichen zu setzen und tatsächlich auch etwas umzusetzen. In der Verwaltung lief er damit grundsätzlich offene Türen ein. „Ich habe nichts gegen Ansprechpartner in den verschiedenen Bereichen“, betonte Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV). Es gelte dabei nur genau zu definieren, was ein solcher Sportreferent – oder wie er auch immer heißen solle – täte, nicht täte oder besonders täte. Mit anfänglicher Skepsis nahm ihr Stellvertreter Klaus Zimmermann (UBV) das Ganze auf. „Es gibt etwa acht Sportvereine in Sauerlach, soll derjenige etwa zu jeder Versammlung?“ Das bejahte Hoffmann.

Wenn die Vereine dies wünschten, könne er tatsächlich dazukommen, mitdiskutieren und deren Sorgen anhören. „Das kann extrem umfangreich und heftig sein“, konterte Zimmermann. Dennoch halte er den Antrag für sinnvoll, aber aufwendig, wenn das Amt gut betreut werde. Gegenwind bekam der Plan von Alexander Rickert (SPD). Er bevorzuge Informationen aus erster Hand, schließlich könne sich jeder Verein direkt an den Gemeinderat wenden. „Alle sollen entscheiden, wir müssen die Arbeit leisten und die Informationen holen“, so Rickert.

Es ginge hier jedoch um beiderseitiges Verständnis, erklärte Hoffmann. „Wenn Vereine mit Vorstellungen kommen, die nicht funktionieren, könne der Beauftragte im Vorfeld für Klarheit sorgen.“ Mehr Effizienz im Rat sei das Ergebnis. Wolfgang Büsch (Grüne) nahm das Argument auf: „Derjenige soll halt die Infos bündeln und transportieren.“ Er habe kein Problem mit dem Antrag, doch wer traue sich das Amt zu – fragte er ins Rund des Gremiums. „Schaun mer mal, wie es ausgeht“, schloss Barbara Bogner die Diskussion. Jetzt sollten sich die Fraktionen an die Personalien machen, dann könne in der September-Sitzung des Rates der Sportbeauftragte gewählt werden. Mit Mehrheit votierte das Gremium dafür – Alexander Rickert und Waltraud Specker (beide SPD) stimmten gegen den Antrag.

KRB

Auch interessant:

Meistgelesen

Unterhachinger Grünen wird ideologisches Handeln vorgeworfen
Unterhachinger Grünen wird ideologisches Handeln vorgeworfen
Unterhachinger Umzugsspedition spendet übrig gebliebene Lagersachen ans Rote Kreuz
Unterhachinger Umzugsspedition spendet übrig gebliebene Lagersachen ans Rote Kreuz
Erweiterung der Tennis-Base in Oberhaching fast fertig
Erweiterung der Tennis-Base in Oberhaching fast fertig

Kommentare