Zwei Fässer Bier gab‘s vom Pfarrer dazu

Burschenverein Taufkirchen von 1893 weiht neue Wachhütte ein

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In nächster Nähe zum Heimatmuseum (auf dem Foto links), steht die neue Wachhütte der Taufkirchner Burschen.

Jahrelang hat der Taufkirchner Burschenverein auf diesen Moment hingearbeitet: auf die offizielle Einweihung der neuen Wachhütte nahe des Wolfschneiderhofs. Nun war der Moment endlich gekommen.

Taufkirchen – Jahrelang hat der Taufkirchner Burschenverein auf diesen Moment hingearbeitet: auf die offizielle Einweihung der neuen Wachhütte nahe des Wolfschneiderhofs. Nun war der Moment endlich gekommen. Die Taufkirchner Burschen müssen künftig nicht mehr im Provisorium im Hühnerstall oder Bauwagen zusammenkommen. Das wichtigste aber ist, dass die Maibaumwache heuer auf eigenem Terrain stattfinden kann. Pfarrer Thomas Kratochvil, seit Oktober Leiter des Pfarrverbands Taufkirchen, gab dem Domizil jetzt den kirchlichen Segen. „Es war uns wichtig, unsere Wachhütte segnen zu lassen“, sagt Julius Ammereller im Anschluss. 

Seit Februar ist der 27-jährige BWL-Student Vorstand der 60 Burschen, von denen 40 zu den Aktiven zählen. Wer konnte, packte beim Bau mit an, vom ersten Spatenstich am 18. August 2018 bis heute. „Die Arbeiten sind leider noch nicht ganz vorbei, aber das große Ganze steht erst mal“, so Ammereller stolz. Bei ihm liefen während der Bauphase die Fäden zusammen. Hinter den Burschen liegt eine Orientierungs- und Planungsphase, die vier verschiedene Vereinsvorstände und die Amtszeiten von drei verschiedenen Bürgermeistern dauerte. Mit Ullrich Sander (parteifrei), dem amtierenden Rathaus-Chef und dem Gemeinderat ging es dann endlich auf die Zielgerade. Die Gemeinde stellt das Grundstück zwischen Heimatmuseum und Pfarrhaus und bewilligte knapp 325 000 Euro.

 „Etwa 150 000 Euro kostete allein die Toilettenanlage“, erzählt der 27-Jährige. Die soll künftig auch von den Besuchern des benachbarten Heimatmuseums genutzt werden können. Eine Win-Win-Lösung. Die Hütte galt es in Eigenregie zu stemmen, so der Deal zwischen den Parteien (HALLO berichtete). Mit Fachleuten aus den eigenen Reihen und der Hilfe ortsansässiger Firmen passte alles am Ende. „Wir konnten sogar einige Teile unserer alten, provisorischen Hütte benutzen“, so Ammereller. Obwohl es sein Geburtstag war, kam Sander vorbei, sprach Grußworte und gratulierte den Burschen zum Erreichten. „Wer hätte noch vor sechs Jahren gedacht, dass die Maibaumwache 2020 in eigner Hütte stattfindet“, freute sich der Rathaus-Chef. 

Pfarrer Thomas Kratochvil indessen hatte in den drei Monaten, die er jetzt in der Gemeinde ist, die Baustelle beobachten können.Im Rahmen des kleinen Einweihungs-Gottesdienstes berichtete der 53-jährige Geistliche, jeden Samstag hätten sich die fleißigen Helfer einem Ameisenhaufen gleich getroffen, um gemeinsam anzupacken. Es sei ihm daher eine Freude, das, was von vieler Hände Arbeit entstanden sei, dem Segen Gottes anzuvertrauen. Gemeinsam mit den Ministranten und dem gesamten Vorstand des Burschenvereins durchschritt der Pfarrer die neuen Räume und stieß auch auf den Vorrat an Bierfässern für die Festbesucher. „Zwei davon möchte ich Euch spenden“, sagte der Pfarrer fröhlich – zur Begeisterung aller Burschen.

KRB

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