„Die Kraft des Sports ist unerschöpflich“

Britta Heidemann und Gerald Asamoah trainieren als „Sport für Entwicklung“-Botschafter in der Sportschule Oberhaching

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Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann (3.v.l.) und Fußball-Vizeweltmeister Gerald Asamoah (2.v.r.) während einer Aufwärmübung im Taekwondo mit Kursteilnehmern aus aller Welt.

Beim internationalen Kurs „Sport for Development – International Experts Training“, der dieses Jahr in Oberhaching stattfand, geht es nicht um Leistungssport. Es geht darum, welchen Beitrag Sport zu Entwicklung, Bildung und sozialer Förderung von Kindern und Jugendlichen in Entwicklungs- und Schwellenländern leisten kann.

Die letzten Trainingseinheiten des achttägigen sportartenübergreifenden Kurses „Sport für Entwicklung“ neigten sich für die 31 Trainerausbilder aus der ganzen Welt dem Ende zu. Mittendrin und bester Laune: Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann und Fußball-Vizeweltmeister Gerald Asamoah. „Das ist ein wahnsinnig tolles Camp für ,Sport for Development‘! Es kommen Trainer aus aller Welt zusammen. Man lernt von ihnen viele neue Spiele, mit denen man Werte vermitteln kann“, erklärt die Olympiasiegerin begeistert. Sie ist überzeugt: „Die Kraft des Sports ist unerschöpflich! Gerade in Ländern, in denen Werte wie Gewalt- und HIV-Prävention oder Gleichberechtigung vermittelt werden müssen, geht das am besten mit sportlichen Spielen.“

Zu diesem Zweck haben das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) diesen internationalen Kurs veranstaltet. Es standen sowohl theoretische als auch praktische Einheiten auf dem Programm. Der Kurs war sportartenübergreifend, sodass zum Beispiel Basketball, Fußball, Handball, Leichtathletik aber auch Taekwondo oder Ultimate Frisbee gleichermaßen zum Zuge kamen. Doch das Expertentraining ist nur eines der vielen Projekte unter dem Dach von „Sport für Entwicklung“. Anne Rehner, stellvertretende Referatsleiterin BMZ erklärt: „Bei unseren sportpädagogischen Angeboten in den Partnerländern lernen Kinder und Jugendliche nicht nur die Grundlagen, wir bringen ihnen auch Kompetenzen bei wie Respekt, Disziplin, Empathie, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte friedlich zu lösen. Diese Kompetenzen sind für das spätere Leben wichtig, sei es im Berufsleben oder im sozialen Zusammenleben.“

Bereits zum dritten Mal fand die Trainer-Fortbildungswoche statt, heuer erstmalig an der Sportschule in Oberhaching. Der ehemalige Nationalspieler Gerald Asamoah, der von Anfang an als „Sport für Entwicklung“-Botschafter bei diesen Expertentrainings dabei war, weiß um die Wichtigkeit des Projekts. „Ich hatte das Glück, dass ich mit zwölf nach Deutschland gekommen bin und etwas aus meinem Leben machten konnte“, erinnert er sich. „Die Leute hier versuchen viel zu geben, junge Menschen von der Straße zu holen.“

20 der Teilnehmer kommen aus 16 verschiedenen Partnerländern des BMZ, darunter Äthiopien, Indonesien, Kolumbien, Namibia und Uganda. Sie wurden ausgewählt, weil sie sich in ihren Ländern besonders stark sozial engagieren. Die neu erworbenen Erfahrungen, Kenntnisse und das Wissen, das den Teilnehmenden in Deutschland vermittelt wurde, nehmen sie mit in ihre Heimatländer. Dort werden sie ihr Wissen weitergeben, indem sie Trainer ausbilden und zur Verbreitung des Ansatzes von „Sport für Entwicklung“ beitragen. Auch die deutschen Ausbilder, die am Kurs teilgenommen haben, profitieren von diesem Know-How-Transfer, sei es zur Vorbereitung auf spätere Auslandseinsätze oder um persönlich zu wachsen.

Jens 20 der Teilnehmer kommen aus 16 verschiedenen Partnerländern des BMZ, darunter Äthiopien, Indonesien, Kolumbien, Namibia und Uganda. Sie wurden ausgewählt, weil sie sich in ihren Ländern besonders stark sozial engagieren. Die neu erworbenen Erfahrungen, Kenntnisse und das Wissen, das den Teilnehmenden in Deutschland vermittelt wurde, nehmen sie mit in ihre Heimatländer. Dort werden sie ihr Wissen weitergeben, indem sie Trainer ausbilden und zur Verbreitung des Ansatzes von „Sport für Entwicklung“ beitragen. Auch die deutschen Ausbilder, die am Kurs teilgenommen haben, profitieren von diesem Know-How-Transfer, sei es zur Vorbereitung auf spätere Auslandseinsätze oder um persönlich zu wachsen.

Jens Verhey

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