Ach, du fröhliche...

18 Bewohner des Seniorenzentrums wegen Wasserschaden ausquartiert

Das Seniorenzentrum an der Stumpfwiese in Unterhaching wurde vor drei Jahren eröffnet. Nun mussten 18 der Heimbewohner wegen eines Wasserschadens vorübergehend in andere Einrichtungen ziehen.
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Das Seniorenzentrum an der Stumpfwiese in Unterhaching wurde vor drei Jahren eröffnet. Nun mussten 18 der Heimbewohner wegen eines Wasserschadens vorübergehend in andere Einrichtungen ziehen.

Wegen eines Wasserschadens im Haus müssen 18 Bewohner des Seniorenwohnzentrums an der Unterhachinger Stumpfwiese die Weihnachtsfeiertage in anderen Einrichtungen verbringen. Wie es zu dem Wasserschaden kam, erklärt Bayernstift-Geschäftsführer Peter Neuner.

So hatten sich die 18 Bewohner des Seniorenzentrums an der Stumpfwiese und ihre Angehörigen Weihnachten sicher nicht vorgestellt. Statt die stade Zeit gemütlich im Kreise ihrer Familien in Unterhaching zu verbringen, mussten die Senioren nämlich erst einmal umziehen. Grund: ein Wasserschaden im erst vor drei Jahren eröffneten Seniorenhaus.

Doch wie kam es dazu? Nach einem Heizungsausfall Mitte November habe sich herausgestellt, dass aufgrund eines undichten Ventils rund 5000 Liter Heizungswasser unbemerkt ausgelaufen seien. „So hat sich im ersten Stock des Gebäudes auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern Wasser unter dem Estrich angesammelt“, erklärt Peter Neuner, Geschäftsführer von der Bayernstift GmbH, die das Seniorenheim Stumpfwiese an der Walter-Paetzmann-Straße betreibt. Im Erdgeschoss seien seinen Angaben nach sogar 180 Quadratmeter betroffen. „Das Wasser ist durch die Schächte gelaufen und war von Außen an den Wänden nicht zu sehen“, erklärt Neuner die Tatsache, dass man es nicht früher bemerkt hatte. Glücklicherweise habe sich der Hausmeister recht bald gewundert, wohin das ganze Wasser verschwindet, das man in die Heizung nachgegossen habe. „So blieb uns ein noch größerer Schaden erspart“, sagt Neuner.

Nichtsdestotrotz mussten 18 Bewohner des Seniorenzentrums, in dem es insgesamt 89 Pflegeplätze und 24 Seniorenwohnungen gibt, von heute auf morgen ihre Zimmer räumen. „Wir haben Trocknungsgeräte aufgestellt, die Möbel mussten eingelagert beziehungsweise mit umgezogen werden“, erklärt der Geschäftsführer.

Weihnachten in Unterhaching fällt somit für die meisten der betroffenen Bewohner flach. 13 von ihnen kamen im neu eröffneten Seniorenstift Theresias in Nürnberg unter, das ebenfalls vom Bayernstift betrieben wird. „Dort hatten wir glücklicherweise noch einen ganzen Wohnbereich frei“, sagt Neuner. Auch Gästezimmer für die Angehörigen stünden dort zur Verfügung, ebenso würden ihnen die Fahrtkosten nach Nürnberg erstattet. Besonders wichtig sei auch gewesen, dass „die Bewohner von bekanntem Personal gepflegt werden“, sagt der Bayernstift-Geschäftsführer. Somit seien auch mehrere Angestellte mit nach Franken gezogen.

Die restlichen betroffenen Bewohner seien in anderen Einrichtungen in München untergebracht worden. „Teilweise sind ihre Angehörigen selber schon etwas älter, sodass sie nicht mehr so einfach nach Nürnberg reisen können“, erklärt Neuner. Der Umzug selbst lief, so der Geschäftsführer, reibungslos. Alle Heimbewohner seien mit Sack und Pack — größtenteils mit ihren Möbeln — in die Übergangsunterkünfte gebracht worden. „Die Stimmung der Bewohner in Nürnberg ist trotz allem gut“, sagt Neuner. Die Rentner hätten überwiegend mit Verständnis reagiert. „Wir haben im Vorfeld auch Einzelgespräche mit ihnen und den Angehörigen geführt und unser Vorgehen genau erklärt.“

Zurück nach Hause nach Unterhaching würden die Bewohner jedoch frühestens Ende Januar können. Mit einer Drohnensonde, die Wasserstoff sucht, sei ermittelt worden, dass noch nicht alles wieder trocken ist, sodass „die Trocknungsmaßnahmen noch mindestens bis Weihnachten andauern“, sagt Neuner. Anschließend müssen die Wände und der Putz saniert werden, teilweise könne es sogar passieren, dass Teile des Bodens ausgetauscht werden müssen.

Eins ist jedenfalls sicher: Die Betroffenen müssen heuer Weihnachten im Frankenland verbringen. Neuner sieht‘s positiv: „Immerhin haben wir in Nürnberg mit dem Christkindlmarkt durchaus eine sehenswerte Attraktion für die Angehörigen und den ein oder anderen Heimbewohner.“

Tanja Buchka

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