Gemeinde Unterhaching lässt baulichen Lärmschutz überprüfen

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Sauerlacher Tisch soll Not im Ort lindern

Agenda 21 hatten die Idee, Gemeinde und Caritas packen es jetzt gemeinsam an

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Christine Kensy ist Sprecherin des Arbeitskreises Soziales der Agenda 21 in Sauerlach.

200 der rund 8300 Bürger leben in Sauerlach von der Grundsicherung. Tendenz steigend. Zahlen, die so gar nicht in das ländliche Idyll passen wollen. Aber auch hier ist Armut längst angekommen. Um die Not zu lindern, gibt es künftig den „Sauerlacher Tisch“. Die Idee hatte die örtliche Agenda. Gemeinde und Caritas machen mit.

Der „Sauerlacher Tisch“, der von Armut Betroffenen helfen soll, wird etwa im Spätsommer/Herbst starten. „Tafel können wir das Projekt nicht nennen, der Name ist geschützt“, erklärt Christine Kensy, Sprecherin des Arbeitskreises Sozia­les. Vor rund anderthalb Jahren begannen erste Planungen, da „haben wir recherchiert, ob der Ort so ein Projekt stemmen kann.“ Mittlerweile gibt es einen Kreis von 22 ehrenamtlichen Helfern, die für das Projekt die Ärmel hochkrem­peln wollen. Seit letzter Woche per Kooperationsvertrag mit der Gemeinde ist die Caritas mit im Boot – mit Knowhow und einer Mitarbeiterin. Sie steuert die ehrenamtlichen Helfer und arbeitet mit dem Sozialamt zusammen, das die Berechtigungsscheine ausgeben wird. Für Christine Kensy sind dies wichtige Hürden, die es zu nehmen galt. Ebenso zuvor die Standortentscheidung. Laut einstimmigem Beschluss des Gemeinderats kommt das Tisch-Projekt in ein Nebengebäude der Volkshochschule an der Bahnhofstraße 5. Eine gute Entscheidung, meint die Sprecherin. „Der Raum sollte in Gemeindebesitz, zentral aber nicht einsehbar sein“, erklärt Kensy – aus Gründen der Diskretion.

Für die Erstausstattung bewilligte der Rat bereits 20.000 Euro. Die Räume, in denen jetzt unter anderem die Werkstatt des Hausmeisters ist, werden ihrem neuen Zweck baulich angepasst und renoviert. Auf Hochtouren liefen jetzt Gespräche mit Geschäften und Discountern vor Ort, die um Spenden gebeten werden. „Diesen Part hat die Gemeinde übernommen und hat auch ein Fahrzeug für die Abholung in Aussicht gestellt“, freut sich die Sprecherin über die gute Zusammenarbeit. „2015 gab es in Sauerlach laut Sozialamt nur 40 Menschen mit Grundsicherung, seither sei die Zahl sprunghaft gestiegen“, so die Sprecherin. Und das läge nicht an Flüchtlingen, wie mancher wohl meine. Es seien gerade mal 54 Asylanten, die bedürftig seien. „Die Kosten des täglichen Lebens fliegen uns jetzt einfach um die Ohren“, sagt Kensy. In vielen Gemeinden gibt es schon Hilfsprojekte wie etwa den Hachinger Tisch in Taufkirchen oder die Holzkirchner Tafel. „Aber dorthin zu kommen und der Lebensmitteltransport ist für die meist älteren Menschen zu beschwerlich“, so Kensy. „Man darf den Menschen nicht die Achtung für sich selbst nehmen. Wir wollen sie unterstützen und ihnen in ihrem Alltag ein wenig Last von den Schultern nehmen“, sagt sie.

Wer das Projekt mit Spenden oder als Helfer unterstützen will, kann sich unter christinekensy1@gmail.com melden. „Und wenn es nur fünf Stunden im Monat sind – wir sind für jede helfende Hand dankbar“, appelliert Kensy.

KRB

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