Zahlreiche Bürger und Lokalpolitiker unterstützen Demonstration

300 Unterhachinger setzen ein Zeichen

Ein Demonstrant hält in Unterhaching ein Schild hoch, das für die internationale Impfkampagne wirbt.
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Auch auf die internationale Impfkampagne wurde aufmerksam gemacht – hier vom Vater der beiden Initiatoren.
  • VonIris Janda
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Rund 300 Bürger und prominente Redner zeigten bei einer Demo in Unterhaching Solidarität mit Ärzten, Pfleger und auch jungen Menschen, die besonders durch die Corona-Pandemie belastet werden. Sie setzten damit ein Zeichen gegen Hetze und Menschenhass.

Unterhaching Landtagsabgeordnete, Kabarettist Christian Springer und sogar Staatsministerin Kerstin Schreyer kamen am vergangenen Montag zusammen, um ein friedliches Zeichen für Gemeinschaft zu setzen. Auch der Pfleger Christian Markus und die Ärztin Anna Frangoulis ergriffen das Wort, um zu berichten, wie stark das medizinische Personal durch die Pandemie seit zwei Jahren belastet ist.

Rund 300 Menschen kamen zur genehmigten Demonstration für Wissenschaft, Solidarität, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt, die von den Brüdern Florian und Michael Dietrich initiiert wurde. Beide studieren im pädagogischen Bereich, der 26-jährige Florian Dietrich arbeitet darüber hinaus als Kinderpfleger. Angesichts der auch von einer rechten Gruppierung organisierten „Spaziergänge“ gegen die Corona-Maßnahmen am 3. Januar in Unterhaching, riefen die Brüder die Mehrheit der Bürger, die für die Maßnahmen einstehen, dazu auf, Solidarität zu zeigen und für gemeinsame Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzutreten.

„Schön, dass so viele parteiübergreifend hier sind – aber schade, dass wir überhaupt da sein müssen“, erklärte die aus Unterhaching stammende Schreyer. Sie dankte ebenso wie die Landtagsabgeordneten Natascha Kohnen (SPD), Claudia Köhler und Markus Büchler (beide Grüne) den Brüdern für die Organisation. „Wir können über Maßnahmen diskutieren, aber wir müssen dabei orientiert an der Wissenschaft sein“, forderte Köhler.

Von seiner ehrenamtlichen Arbeit in Syrien wisse er, wie es Menschen geht, die keine Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus haben, erklärte Christian Springer. „Umso fassungsloser macht es mich, dass da Leute stehen, die das negieren“, meinte der Kabarettist in Richtung von Impfgegnern, die ebenfalls wieder an diesem Abend im Ort unterwegs waren. Er machte deutlich: „Die sollen sich schleichen!“

ija

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